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Uncanyon: Die Welt formt sich unter deinen Füßen neu, das nächste Puzzle-Abenteuer vom Maquette-Team
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Uncanyon: Die Welt formt sich unter deinen Füßen neu, das nächste Puzzle-Abenteuer vom Maquette-Team

Mit Uncanyon kündigen die Entwickler von Maquette ein Puzzle-Abenteuer an, in dem sich die Welt permanent neu erschafft, ein Trip zwischen Realitäten.

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Dennis Adam
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Ein Trailer, der das Staunen zurückbringt

Als ich heute den Reveal-Trailer zu Uncanyon sah, hatte ich dieses seltene Gefühl, das moderne Spiele fast verloren haben: echtes Erstaunen. Nicht über Grafikpracht oder offene Welten, sondern über die schiere Frage: Wie haben die das gebaut? Der neue Titel stammt vom Team hinter dem vergleichsweise surrealen Puzzle-Spiel Maquette aus dem Jahr 2021. In Uncanyon geht es um die Naht zwischen unparallelen Realitäten, in der die Form der Welt permanent im Fluss ist.

Der Trailer zeigt keine zusammenhängenden Level, sondern Splitter von Umgebungen, die sich ständig neu falten, öffnen und unter den Füßen des Spielers transformieren. Die Kamera bleibt nahe am Geschehen, während Böden zu Wänden werden und Canyons sich wie ein Puzzle aus Fleisch und Gestein zusammenziehen. Diese 30 Sekunden weckten in mir die gleiche kindliche Neugier, die früher die Tricktechnik von Science-Fiction-Filmen ohne CGI auslöste.

Was ist Uncanyon überhaupt?

  • Puzzle-first-Gameplay: Die Fähigkeit, das Terrain umzuformen, ist nicht Dekoration, sondern zentrale Spielmechanik. Rätsel entstehen durch das Verschieben von Ebenen.
  • Realitätsbeugung: Der Titel spielt in einer Welt, in der parallele Realitäten kollidieren. Spieler bewegen sich in einem “Niemandsland” zwischen Dimensionen.
  • Kein klassischer Levelaufbau: Statt fixer Abschnitte scheint die Umgebung aus prozeduralen, aber orchestrierten Fragmenten zu bestehen.
  • Visueller Stil: Der Trailer deutet auf eine Mischung aus architektonischer Geometrie und organischen Formen hin, mit einer Farbpalette, die an zerbrochene Spiegel erinnert.
  • Plattform: Bislang sind nur PC und Konsolen durchgesickert, eine offizielle Bestätigung steht aus. Allein die Art der Rätsel lässt auf Maus- und Controller-Steuerung schließen.

Die Schwierigkeit, in Spielen Staunen zu erzeugen

Diese Beobachtung teile ich mit vielen langjährigen Spielern: Computergenerierte Bilder können selten echtes Erstaunen hervorrufen, weil alles technisch erklärbar ist. Bei einem Film aus den 1970ern fragt man sich noch, wie die Kamerafahrt durch ein winziges Modell gebaut wurde. In Spielen ist jeder Effekt Code, und Code folgt Gesetzen.

Uncanyon umgeht dieses Problem, indem es die Unvorhersehbarkeit ins Zentrum stellt. Die Welt verhält sich nicht wie ein Level, sondern wie ein lebender Organismus mit eigenen Gesetzen. Selbst wenn man die Mechanik versteht, bleibt ein Rest Magie, weil die Kombinationsmöglichkeiten so groß sind. Dieses Prinzip könnte das eigentliche Pfund des Spiels sein.

Vorgeschichte: Maquette und die Kunst der verschachtelten Welten

SpielJahrBesonderheit
Maquette2021Rekursive Welt im Spiel, die größer wird, wenn man schrumpft

Das Studio, das hierzulande eher unter Kennern bekannt ist, sammelte mit Maquette Erfahrung in der Umsetzung von mathematisch inspirierten Rätseln. Dort gab es eine Welt im Inneren einer Welt, die als Vorlage für das eigene Handeln diente. Uncanyon übernimmt diese idee, verlagert sie aber von der Ebene der Objekte auf die Ebene des Terrains selbst. Statt eines Diptychons erhält man ein mehrdimensionales Schachbrett, das sich ständig neu sortiert. Spieler, die Maquette mochten, dürften mit der Erwartung eines höheren Schwierigkeitsgrads an Uncanyon herangehen.

Was der Trailer verrät: Rätsel ohne Worte

  • Das Spiel trägt das Etikett “puzzle-first”, also Rätsel als Grundgerüst, nicht als Beiwerk.
  • In den Szenen sieht man keine Gegner, keine Dialoge, keine HUD-Elemente. Nur eine Spielfigur, die sich über wechselnde Terrains bewegt.
  • Ein zentrales Element scheint eine Art “Falte” zu sein: Der Spieler kann eine Ebene im Raum anhieben und umklappen, ähnlich wie bei einem Blatt Papier.
  • Die Konsequenzen der Umformung sind sofort spürbar: Ein Pfad, der vorher unpassierbar war, wird zur Brücke; eine Wand wird zur Rampe.
  • Der Trailer endet mit einer Totalen, in der die gesamte Canyon-Landschaft sich wie ein Schachbrett neu ausrichtet, was als erste Boss-Rätsel-Szene gedeutet werden kann.

Einordnung in das Puzzle-Genre 2026

Der Markt für gedankenvolle Indie-Puzzles ist hart umkämpft. Neben der schon erwähnten Maquette gab es in den letzten Jahren Hits wie The Witness oder Baba Is You, die jeweiles eine einzige Kernidee perfekt formalisierten. Uncanyon scheint den Schritt zu wagen, die Kernidee selbst dynamisch zu halten: Nicht das Rätsel ist das Werk, sondern die Werkzeug-Lehre, die man dabei erlernt. Dadurch stehen die Entwickler in einer Reihe mit Studios, die Mechaniken wie Zeitumkehr oder Dimensionswechsel ausgearbeitet haben, aber früher oft an der Steuerung scheiterten.

Die Ankündigung kommt überraschend, denn nach dem eher stillen Release von Maquette hatte das Studio keine öffentlich angekündigten Projekte laufen. Dass nun ein Trailer ohne Datum und ohne Plattform-Zusage erscheint, deutet auf eine frühe Phase hin. Gleichzeitig wirkt die Präsentation bereits erstaunlich ausgereift, was auf eine längere Entwicklungszeit hindeutet. Ein Release im kommenden Jahr erscheint mir plausibel.

Fazit: Das Warten könnte sich lohnen

Während viele Publisher ihre Ankündigungen mit Live-Service-Versprechen und 4K-Grafik schmücken, setzt dieses Team auf eine einzige, beunruhigende Idee: die Welt als knetbares Material. Der Trailer macht eines klar: Uncanyon wird kein Spiel, das man einmal durchspielt und abheftet, sondern ein Puzzle-Sandkasten für Neugierige. Ich werde die kommenden Informationen genau verfolgen und hoffen, dass das Spiel sein Versprechen einhält.

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