TITEL: Vom Zombiejäger zum Farmer: Hideki Kamiya enthüllt seine Zukunftsvision für Leon Kennedy
BESCHREIBUNG: Resident-Evil-2-Direktor Hideki Kamiya wünscht sich für Leon Kennedy einen ruhigen Lebensabend als Landwirt, und spaltet damit die Fangemeinde.
Leon Kennedy: Vom Zombiejäger zum Landwirt?
Resident-Evil-2-Direktor Hideki Kamiya hat eine überraschende Vorstellung davon, wie die Geschichte von Leon Kennedy enden sollte. Statt weiter gegen BOWs zu kämpfen, sieht er den Ex-Polizisten als pensionierten Farmer auf dem Land.
Laut einem Bericht von PCGames äußerte Kamiya diesen Wunsch in einem kürzlichen Gespräch. Die Idee eines ruhigen Lebens für den geplagten Helden kommt bei vielen Fans gut an.
Hideki Kamiya: Ein Regisseur mit wechselhafter Karriere
Kamiya begann 1994 bei Capcom als Planer für Street Fighter II und wirkte am ersten Resident Evil (1996) mit, bevor er Regie bei Resident Evil 2 (1998) führte. Nach dem Erfolg entwickelte er Devil May Cry (2001), Viewtiful Joe (2003) und Okami (2006), alles Spiele, die seine Vorliebe für übertriebene Action und stilisierten Humor zeigen.
2004 verließ Kamiya Capcom und gründete mit anderen ehemaligen Mitarbeitern PlatinumGames (damals Seeds Inc.). Seitdem verantwortete er Titel wie Bayonetta (2009), The Wonderful 101 (2013) und Astral Chain (2019). Er ist seit über 20 Jahren nicht mehr direkt an Resident Evil beteiligt. Seine Aussage zu Leon ist ein persönlicher Wunsch, kein Capcom-Plan.
Hideki Kamiyas Vision für den Ex-Polizisten
Kamiya hat eine klare Vorstellung von Leons späteren Jahren.
- Leon soll sich zur Ruhe setzen und einen Bauernhof bewirtschaften
- Keine versteckten Labore, keine Zombies, nur Felder und Tiere
- Ein radikaler Bruch mit dem ewigen Kreislauf des Horrors
Die Vorstellung wirkt wie eine ironische Pointe für einen Charakter, der seit über zwei Jahrzehnten von einer Katastrophe in die nächste stolpert.
Resident Evil 2 und Leons Weg durch die Serie
Resident Evil 2 (1998) verkaufte sich rund 4,9 Millionen Mal auf der PlayStation. Das Remake von 2019 steigerte diese Zahl auf über 12,6 Millionen Einheiten (Stand 2023) und gehört damit zu den erfolgreichsten Teilen der Reihe. Leon trat danach in Resident Evil 4 (2005/2023) auf, in Resident Evil 6 (2012) und in mehreren CGI-Filmen wie Resident Evil: Degeneration (2008) und Vendetta (2017).
Capcom setzt Leon regelmäßig neu ein. Das Remake von Resident Evil 4 verkaufte sich 7,6 Millionen Mal. Eine dauerhafte Pensionierung würde die bisherige Strategie brechen, die beliebte Figur als Zugpferd für neue Titel zu nutzen.
Warum diese Idee die Community begeistert
Das Internet reagiert gespalten, aber überwiegend positiv auf Kamiyas Vorschlag.
- Viele Fans sehen darin einen würdigen Abschluss für Leons Martyrium
- Andere wünschen sich einen actiongeladenen letzten Auftritt
- Die Vorstellung eines „Farm-Simulators mit Leon“ sorgt für humorvolle Memes
Die Diskussion zeigt, wie stark die emotionale Bindung an die Figuren der Reihe ist. Gerade weil Leon immer wieder in den Dienst gezwungen wird, wirkt ein friedlicher Ruhestand fast revolutionär.
Helden, die nicht in Rente gehen: Capcoms Umgang mit Altfiguren
Chris Redfield kämpft seit Resident Evil 1 (1996), er trat in RE5, RE6 und zuletzt in Resident Evil Village (2021) auf. Jill Valentine tauchte nach RE3 (1999) jahrelang nicht auf, wurde aber in Resident Evil 5 (2009) zurückgeholt. Claire Redfield spielte nur in RE2 und Code Veronica (2000) eine Hauptrolle, bekam aber 2025 ein neues Spin-off angekündigt. Kein Hauptcharakter der Serie durfte bisher in Rente gehen.
Kamiyas Vorschlag steht gegen diese Tradition. Ein echter Ruhestand für Leon wäre ein Novum, und würde Capcom zwingen, sich von einem ihrer wertvollsten Assets zu trennen. Die Verkaufszahlen der Spiele mit Leon (RE2 Remake: 12,6 Mio., RE4 Remake: 7,6 Mio.) zeigen, wie schwer das wäre.
Was bedeutet das für die Zukunft von Resident Evil?
Offizielle Pläne von Capcom für Leons Rentendasein existieren nicht. Kamiyas Äußerung bleibt ein persönlicher Wunsch des ehemaligen Direktors.
Resident Evil hat sich in den letzten Jahren immer weiter von seinen Survival-Horror-Wurzeln entfernt. Ein ruhiges Ende für einen Helden wäre vielleicht genau das richtige Signal, bevor ihn Capcom erneut in die Hölle schickt.