Die Rückkehr der Rattenmenschen
Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster erweitert die Lizenzumsetzungen von Games Workshop um ein Genre, das bisher in der Age of Sigmar-Reihe unterrepräsentiert war. Hinter dem Projekt steht ein Team, das sich auf Nischen-Actiontitel spezialisiert hat, um die spezifische Lore der Skaven in ein spielbares Format zu übersetzen.
Das Gameplay im Schatten
Die Spielmechanik konzentriert sich auf die spezifische Identität des Clan Eshin, der innerhalb der Skaven-Gesellschaft für Spionage, Sabotage und gezielte Tötungen zuständig ist. Das Design legt den Schwerpunkt auf die physischen Fähigkeiten eines Attentäters, der in der Lore als "Deathmaster" bezeichnet wird.
- Vertikales Movement durch Kletterhaken und Schattenklingen.
- Nutzung von Warpstein-basierten Gadgets zur Ablenkung von Wachen.
- Missionsdesign, das Fehlversuche bei Entdeckung bestraft.
Fokus auf Geschwindigkeit und Präzision
Der Titel orientiert sich an der Mechanik von Mark of the Ninja oder den frühen Tenchu-Teilen, ohne dabei den düsteren Tonfall der Warhammer-Vorlage zu verwässern. Die Steuerung erfordert ein präzises Timing, da die Spielfigur im direkten Kampf gegen gepanzerte Einheiten wie Stormcast Eternals kaum bestehen kann.
- Fokus auf Stealth-Kills aus der Deckung oder von der Decke.
- Plattform-Elemente, die die Beweglichkeit der Rattenmenschen betonen.
- Pfad-Systeme, die je nach gewählter Ausrüstung unterschiedliche Routen ermöglichen.
Expertise der Entwickler
Das zuständige Studio hat in den vergangenen Jahren vor allem durch die Arbeit an Portierungen und kleineren Lizenz-Projekten Erfahrung im Umgang mit Games Workshop-Marken gesammelt. Ihre Arbeitsweise zeichnet sich durch eine enge Anlehnung an die Regelwerke des Tabletop-Spiels aus, um visuelle Konsistenz zu wahren.
- Erste Projekte des Teams umfassten technische Unterstützung für Titel im Warhammer 40.000-Universum.
- Die Entwickler nutzen eine für ihre Verhältnisse modifizierte Engine, um die schnellen Animationen der Skaven flüssig darzustellen.
- Das Studio legt Wert auf die Darstellung der für die Skaven typischen, chaotischen Architektur.
Branchenkontext und Lizenzhistorie
Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster fügt sich in eine lange Reihe von Versuchen ein, die Warhammer Fantasy-Welt in unterschiedliche Genres zu überführen. Während Titel wie Vermintide das Koop-Gemetzel dominierten, besetzt dieser Titel die Nische der Einzelspieler-Erfahrung.
- Warhammer: End Times - Vermintide (2015) und der Nachfolger Vermintide 2 etablierten die Skaven als Hauptgegner in First-Person-Action.
- Total War: Warhammer (2016) integrierte die Skaven als spielbare Fraktion mit Fokus auf Massenschlachten.
- Der Markt für Stealth-Platformer erlebte zuletzt durch Titel wie Aragami 2 ein Wiederaufleben bei kleineren Indie-Entwicklern.
- Die Veröffentlichung folgt einer Strategie von Games Workshop, die Lizenz an spezialisierte Entwickler zu vergeben, statt nur auf große Blockbuster zu setzen.
Was wir bisher wissen
Die Produktion befindet sich in der aktiven Entwicklungsphase, wobei das Team auf ein schlankes Design setzt. Die Grafik rendert die Unterwelt-Städte in einem Stil, der sich an den offiziellen Skaven-Artbooks orientiert.
- Die Ankündigung korrespondiert mit neuen Miniaturen-Releases für den Clan Eshin im Tabletop-Spiel.
- Das Budget liegt deutlich unter dem von Titeln wie Space Marine 2, was eine stärkere Fokussierung auf Kernmechaniken erlaubt.
- Bisherige Trailer zeigen keine HUD-Elemente, was auf ein minimalistisches Interface hindeutet.
Die Balance zwischen der spielerischen Freiheit und dem engen Korsett der Skaven-Hierarchie wird das zentrale Element für die Aufnahme bei den Fans sein. Bisherige Testphasen konzentrierten sich auf das Balancing der Sprungpassagen und die KI der Wachen.