Rollentausch im Warhammer-Universum
Jahrelang haben wir in Vermintide tausende Rattenmenschen mit Schwertern und Fernkampfwaffen niedergemäht. Jetzt folgt die Quittung für dieses Massaker.
Mit Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster erscheint ein 2D-Plattformer, der uns direkt in das Fell eines mörderischen Skaven-Assassinen steckt. Wir agieren als Agent des Clan Eshin und erledigen Aufträge im Schatten.
Die Wahl der Skaven als Protagonisten bricht mit der Konvention der Games Workshop-Adaptionen, die meist menschliche Helden oder die mächtigen Stormcast Eternals in den Fokus stellen. Während Vermintide von Fatshark den Fokus auf Koop-Action legte, verlagert Deathmaster das Genre in Richtung präzises 2D-Action-Adventure.
Das erwartet uns im Spiel
Die Entwickler versprechen eine direkte Steuerung, die das flinke Wesen der Skaven einfängt. Wir nutzen Klingen, Gifte und akrobatische Manöver, um unsere Ziele auszuschalten.
- Kletter-Mechaniken: Wir erklimmen Wände und nutzen die Vertikalität der Level.
- Stealth-Gameplay: Heimlichkeit ist unsere beste Waffe, um ungesehen an Wachen vorbeizukommen.
- Charakter-Entwicklung: Wir schalten neue Fähigkeiten frei, um noch effizienter zu morden.
- Setting: Die Welt von Age of Sigmar bietet dafür abwechslungsreiche Umgebungen voller Gefahren.
Die Steuerung orientiert sich an Titeln wie Mark of the Ninja oder Katana Zero. Anstatt roher Gewalt setzen wir auf das Ausnutzen von Sichtlinien und die Ausrüstung des Clan Eshin. Der Fokus liegt auf der Planung von Angriffen, da das direkte Duell gegen größere Einheiten in der Regel tödlich endet.
Warum das Konzept überzeugt
Das Spielprinzip erinnert an Klassiker der 16-Bit-Ära, bei denen Präzision über alles ging. Wir müssen die Umgebung genau lesen, um in den Kämpfen gegen Stärkeres zu bestehen.
Die Perspektive als Deathmaster erlaubt einen ganz neuen Blick auf die oft übermächtigen Gegner der Skaven. Wir sind kein einfacher Soldat, sondern ein hochspezialisierter Killer.
Das Spiel besetzt eine Marktnische, die in der Warhammer-Lizenzverwertung selten bedient wurde. Während Titel wie Total War: Warhammer oder Warhammer 40.000: Darktide auf Massenschlachten setzen, konzentriert sich Steel Sky Productions auf das Mikromanagement eines einzelnen Charakters. Diese Reduktion auf die Essenz eines Assassinen-Spiels bietet eine hohe Varianz zum sonstigen Portfolio von Games Workshop.
Studio-Hintergrund und Branchenkontext
Steel Sky Productions ist ein kleineres Studio, das bereits Erfahrung mit Tabletop-Adaptionen gesammelt hat. Vor Deathmaster veröffentlichten sie Warhammer Underworlds: Online, die digitale Umsetzung des gleichnamigen Brettspiels.
Dadurch verfügen die Entwickler über ein tiefes Verständnis für die Regeln und die Lore von Age of Sigmar. Die Zusammenarbeit mit Games Workshop gestaltet sich bei diesem Projekt eng, um den spezifischen Kampfstil der Skaven korrekt zu visualisieren.
Der Markt für 2D-Action-Titel mit Stealth-Elementen ist durch Erfolgsmodelle wie Dead Cells oder Blasphemous stark umkämpft. Die Integration der Warhammer-Marke dient hier als Differenzierungsmerkmal. Während andere Indie-Titel oft generische Welten erschaffen, greift Deathmaster auf ein etabliertes Regelwerk und eine riesige Fangemeinde zurück.
Fakten zum Release
Das Spiel wird von Steel Sky Productions entwickelt. Die Veröffentlichung ist für PC und Konsolen geplant.
Bisher gibt es noch kein exaktes Datum für den Release. Erste Trailer zeigen bereits die düstere Ästhetik der Skaven-Unterwelt.
Die technische Basis des Spiels bildet eine optimierte Engine, die auf schnelle Reaktionszeiten ausgelegt ist. Die Entscheidung für den 2D-Stil ermöglicht eine detaillierte Animation der Rattenmenschen, die in einer 3D-Umgebung oft an visueller Klarheit verlieren könnten. Die Veröffentlichung erfolgt über gängige digitale Storefronts, wobei eine physische Version für Konsolen noch nicht bestätigt wurde.