Was ist Woim überhaupt?
Ein Puzzle-Spiel, in dem der Spieler einen Wurm steuert. Der Entwickler dogspawn.net beschreibt das Werk auf Steam als “rock pushing, egg cracking, worm snipping puzzle game”. Damit ist die Grundausstattung klar: Felsen schieben, Eier knacken, Wurm zerteilen. Die Einordnung als Sokoban-Puzzle steht auf der Shopseite ebenfalls. Statt Kisten schubst der Wurm hier also Felsen durch die Gegend, und der eigene Körper ist gleichzeitig Werkzeug und Hindernis.
Die Selbstzerteilung als Kernmechanik
- Der zentrale Gag: Der Wurm kann sich selbst in zwei Hälften schneiden
- Laut Beschreibung wächst der Hinterleib durch gefressene goldene Äpfel und verkeilt sich
- Die Trennung löst genau dieses Problem wieder auf
- Schiebetüren zerteilen den Wurm zusätzlich, was ebenfalls nützlich sein kann
- Getrennte Hälften agieren als taktisches Werkzeug, nicht als Fehler
- Erscheinungsdatum: 21. Oktober 2026 über Steam, also seit zwei Tagen erhältlich
- Demo: erschien bereits am 21. April 2026
- Plattformen: Windows, macOS und SteamOS/Linux
- Preis: 8,49 US-Dollar auf Steam, ein Euro-Preis ist offiziell nicht genannt
- Entwickler und Publisher: dogspawn.net, auf anderen Datenbanken als Dogspawn geführt
Wer steckt hinter Woim?
Die öffentlich zugänglichen Angaben nennen dogspawn.net als Entwickler und Publisher in Personalunion. Auf anderen Datenbanken läuft das Team unter der Schreibweise Dogspawn. Eine ausführliche Studio-Historie oder frühere Veröffentlichungen sind in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert. Damit tritt Woim ohne großes Franchise-Gepäck an, was für einen Titel dieser Größenklasse üblich ist. Ob dogspawn.net zuvor an anderen Projekten beteiligt war, lässt sich aus den vorhandenen Angaben nicht rekonstruieren.
Sokoban als Fundament, Snake als Erweiterung
- Die Demo wurde als Mischung aus Sokoban und Snake beschrieben
- Sokoban-Logik: Position, Reihenfolge und Wege planen, bevor man schiebt
- Snake-Logik: der Körper wächst und wird selbst zum Hindernis
- Der Wurm verbindet beides, er schiebt Felsen und wächst durch goldene Äpfel über sich hinaus
Die Kombination aus klassischer Schiebe-Logik und wachsendem Körper ist kein Zufall. Sokoban-Puzzles funktionieren nur, wenn jede Bewegung Konsequenzen hat, die sich nicht rückgängig machen lassen. Ein Wurm, der durch Fressen länger wird, verschärft genau diese Bedingung. Die Demo vom April 2026 hat diese Mischung bereits gezeigt, der fertige Release liegt jetzt vor.
Der Branchenkontrast
Diese Woche brachte die Schließung von BioWare, Entlassungen bei weiteren EA-Studios, neue beunruhigende Details zu generativer KI, Vorwürfe von Antisemitismus bei Indie-Events, ein großes Datenleck bei Capcom und erneut unruhige Meldungen rund um Arkane. Vor diesem Hintergrund wirkt ein Puzzle-Spiel für 8,49 Dollar, in dem man als Wurm goldene Äpfel frisst, fast wie ein Gegenprogramm. Kein Live-Service, keine Roadmap, keine Third-Party-Engine-Diskussion. Nur Felsen, Eier und ein Wurm, der sich selbst im Weg steht.
Warum der Wurm gerade jetzt passt
- Kleine Preisklasse, klare Mechanik, kein Meta-Gameplay
- Sokoban-Formel ohne Zeitdruck und ohne Ranglisten
- Steam-Release im Oktober 2026, Demo bereits seit April verfügbar
- Kein Vorgänger, keine Reihe, keine Vorkenntnisse nötig
- Drei Plattformen ab dem ersten Tag, kein Plattform-Streit
Ein Wurm, zwei Hälften, ein Fakt
Der Release am 21. Oktober 2026 liegt zwei Tage zurück, der Preis von 8,49 US-Dollar ist der einzige offiziell genannte Betrag. Wer die Demo vom 21. April 2026 verpasst hat, kann sie weiterhin auf Steam ausprobieren. Eine offizielle Euro-Preisangabe taucht in den verfügbaren Angaben nicht auf. Bleibt die Frage, ob sich der Wurm im eigenen Hinterteil verkeilt, bevor oder nachdem er sich selbst halbiert hat. Das lässt sich nur durch Ausprobieren klären.