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WoW: 7 Millionen Gold für ein Komfort-Mount, Blizzard fordert die Spieler heraus
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WoW: 7 Millionen Gold für ein Komfort-Mount, Blizzard fordert die Spieler heraus

Blizzard bringt mit Patch 12.1.5 ein Mount mit Briefkasten, Auktionshaus und Transmog nach WoW, doch der Preis von 7 Millionen Gold spaltet die Community.

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Dennis Adam
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Mit Patch 12.1.5 hat Blizzard ein Reittier in World of Warcraft integriert, das alle bisherigen Komfort-Mounts übertrumpft. Der Preis beträgt 7 Millionen Gold und ist damit die höchste je verlangte Summe für ein einzelnes Item dieser Art. Geboten werden vier Dienste, die sonst einen Stadtbesuch erfordern: Briefkasten, Reparatur, Auktionshaus und Transmogrifizierer. Erstmals sind alle vier Funktionen in einem einzigen Mount versammelt.

Was das Mount praktisch macht

  • Briefkasten: Post empfangen und senden, ohne in eine Stadt zu fliegen.
  • Reparatur: Ausrüstung überall auf dem Schlachtfeld instand setzen.
  • Auktionshaus: Zugriff auf das globale Handelsnetzwerk aus jedem Gebiet.
  • Transmogrifizierer: Das Aussehen der Rüstung wechseln, ohne einen Transmog-Händler aufzusuchen.

Diese Werkzeuge sparen gerade Raidern und Sammlern enorm viel Zeit. Wer täglich mehrere Dungeons läuft, umgeht mit diesen Funktionen die üblichen Umwege in Handelszentren wie Sturmwind oder Orgrimmar.

Gold als harte Währung

  • Durchschnittsverdiener erhalten pro Monat etwa 100.000 bis 200.000 Gold aus Quests und Dungeons.
  • Für 7 Millionen Gold müsste man also über drei Jahre regulär spielen, ohne das Gold anders auszugeben.
  • Mit WoW-Token lässt sich Gold gegen Echtgeld kaufen; 7 Millionen entsprechen grob 12 bis 18 Token.
  • Real entspricht das einem Preis von rund 200 bis 300 Euro, je nach regionalem Token-Kurs.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass das Mount nicht etwa für Spielerleistung steht, sondern als Statussymbol für die wohlhabendste Schicht der Server konzipiert ist.

Blizzards Geschichte mit Komfort-Reittieren

Bereits in Mists of Pandaria führte Blizzard das Yak-Mount ein, das einen Transmogrifizierer und einen Händler bereitstellte. Später kamen Mounts mit Reparaturfunktion oder Briefkasten hinzu, etwa in Warlords of Draenor oder Battle for Azeroth. Nie zuvor waren jedoch alle vier Dienste kombiniert. Der Preis von 7 Millionen Gold übersteigt alle früheren Luxus-Mounts um ein Vielfaches, selbst die teuren Server-Mounts aus den WoW-Klassikern.

Vergleich mit anderen MMOs

Final Fantasy XIV bietet Flugtiere mit ähnlichen Funktionen, diese sind aber über Quests oder moderate Gilbeträge erhältlich. Star Wars: The Old Republic hat ebenfalls Reittiere mit Reparatur und Verkäufer, doch die Preise liegen weit unter der WoW-Marke. Kein anderes Online-Rollenspiel verlangt derart hohe Beträge für einen digitalen Komfortgegenstand. Blizzard schafft damit eine eigene Preiskategorie, die man als Prestige-Vehikel bezeichnen könnte.

Kritik und Begeisterung in der Spielerschaft

  • Ein Teil der Community begrüßt das Mount als langfristiges Sparziel und sieht darin eine Bereicherung für das Spiel.
  • Andere nennen den Preis dreist und warnen vor einer weiteren Monetarisierung von Spielzeit.
  • In Foren wird gemutmaßt, ob Blizzard mit dieser Aktion den Verkauf von WoW-Token ankurbeln will, offizielle Aussagen gibt es nicht.
  • Viele wünschen sich alternative Erwerbswege, etwa über Erfolge oder Raid-Belohnungen.

Die Diskussion erinnert an frühere Debatten um das BoE-Mount aus dem Händler oder die TCG-Mounts, nur dass diesmal der Goldpreis selbst im Zentrum steht.

Ein Mount ohne Namen

Auffällig ist der fehlende offizielle Name des Reittiers, in der Spieldatenbank steht vorerst nur „Luxus-Mount“. Üblicherweise geben Blizzard-Mounts mit individuellen Namen wie „Wildschwein der tausend Taten“ oder „Brutalwarmer Netzabdruck“ einen eigenen Charakter. Der schlichte Arbeitstitel deutet auf eine mögliche Testphase hin, in der Blizzard beobachten will, wie viele Spieler die Gefallen finden. Ob die Bezeichnung später geändert wird, bleibt unklar. Das Mount selbst wird jedoch den Weg in viele Hochburg-Taschen finden, sobald die ersten Nekrolords ihre Kassen geleert haben.

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