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Xbox-Entwickler fordern Schutz vor Massenentlassungen, Gewerkschaft stemmt sich gegen Microsofts Sparkurs
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Xbox-Entwickler fordern Schutz vor Massenentlassungen, Gewerkschaft stemmt sich gegen Microsofts Sparkurs

Angestellte von Bethesda, Activision Blizzard und weiteren Xbox-Studios drängen auf verbindliche Kündigungsgarantien und Vorwarnzeiten. Die Gewerkschaft CWA wirft dem Konzern vor, Geld für Milliarden-AI-Investitionen zu haben, aber nicht für seine Belegschaft.

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Dennis Adam
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Druck aus den Studios wächst

Rund um die Xbox-Sparte von Microsoft mehren sich die Anzeichen für massive Einschnitte. Bereits Anfang Juni 2026 kursierten Gerüchte über bevorstehende Entlassungswellen im Sommer. Jetzt schalten sich die betroffenen Entwickler selbst in die Debatte ein.

Mehrere Gewerkschaftsvertreter der United Video Game Workers traten gemeinsam mit Abgesandten von Zenimax (Mutter von Bethesda) und Activision Blizzard vor die Presse. Organisiert von der Communications Workers of America (CWA) forderten sie konkrete Schutzmaßnahmen für alle Xbox-Beschäftigten.

Die Forderungen im Überblick

  • Vorwarnzeit vor jeder Kündigung, damit sich Teams neu orientieren können.
  • Temporäre Einstellungssperren, um internen Bewerbern Vorrang zu geben.
  • Wiedereinstellungsrechte für zwei Jahre nach einer Entlassung.

Laut Berichten von Kotaku verwiesen die Redner auf die enormen Summen, die Microsoft in AI-Investitionen und Manager-Boni steckt, während gleichzeitig der Xbox-Konsolenpreis erneut angehoben wurde. „Das Geld ist da, das Management entscheidet nur, wohin es fließt und wer bezahlt“, erklärte Frank Arce, Vizepräsident der CWA District 9. Und weiter: „Xbox-Angestellte werden nicht als Wegwerfware behandelt.“

Microsoft mauert, bis auf eine Ausnahme

Die Gewerkschaftsvertreter kritisierten, dass Microsoft auf ihre Vorschläge bisher kaum reagiert habe. Sowohl die Zenimax- als auch die Activision-Blizzard-Delegation berichteten von ausbleibenden Antworten. Einzige Lichtblick: das World-of-Warcraft-Team von Blizzard, wo man „positive Bewegung“ in den Gesprächen sehe.

Derweil hat Compulsion Games („South of Midnight“) offenbar bereits erste Entlassungen hinnehmen müssen. Das Studio verhandelt, ebenso wie Double Fine und Ninja Theory, mit Microsoft über die Vermeidung kompletter Studio-Schließungen. Craig Duncan, langjähriger Chef von Xbox Game Studios, verließ das Unternehmen nach 15 Jahren.

Finanzdruck und Zukunftsgerüchte

Microsoft-CEO Satya Nadella hat öffentlich gefordert, dass die Xbox-Sparte endlich finanziell auf eigenen Beinen stehen müsse. Dies heizt Spekulationen an, Microsoft könne die gesamte Gaming-Sparte abstoßen. Zudem kursieren Berichte über weitere Preiserhöhungen für Xbox-Konsolen im Jahr 2027.

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