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Clawed im Test: Katzenhafter Pixel-Charme mit Ecken und Kanten
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Clawed im Test: Katzenhafter Pixel-Charme mit Ecken und Kanten

Das Indie-Adventure Clawed schickt uns als streunende Katze durch verregnete Gassen, hat aber mit einigen Designmängeln zu kämpfen.

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Tommes Parzl
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SPIEL Clawed
ENTWICKLER Flatrock Games
PUBLISHER Flatrock Games
RELEASE 13. August 2026
PLATTFORMEN: PC

Einleitung in die Katzenwelt

Das Indie-Abenteuer Clawed wirft uns ohne große Einführung in eine neonbeleuchtete Megastadt. Wir übernehmen die Steuerung einer roten Hauskatze, die nach einem Sturz aus dem Penthouse ihres Besitzers den Weg nach Hause sucht.

Der Einstieg verzichtet auf lange Tutorials und setzt auf sofortiges Erkunden der Mülltonnen und Hinterhöfe.

Visueller Stil und Atmosphäre

Die Entwickler setzen auf detailverliebte Pixel-Art, die an klassische Amiga-Titel erinnert. Jede Animation des Vierbeiners vom eleganten Strecken bis zum geduckten Anschleichen wirkt authentisch beobachtet.

  • Regeneffekte im Hintergrund verstärken die Trostlosigkeit der Straßenschluchten.
  • Die Farbpalette wechselt geschickt zwischen kaltem Neonblau und warmen Lampenlicht.

Leider trüben gelegentliche Ruckler beim Bildschirmwechsel den visuellen Fluss. Das Spiel läuft auf modernen PCs zwar flüssig, hat aber mit kleinen Engine-Hängern zu kämpfen.

Gameplay und Rätseldesign

Im Kern ist Clawed ein klassisches Jump-and-Run mit starkem Fokus auf Erkundung. Wir springen auf Klimaanlagen, schieben Dosen herunter und aktivieren Schalter durch gezielte Stubser mit der Pfote.

Die Rätsel verlangen logisches Denken aus Katzenperspektive, was den Reiz des Spiels ausmacht.

  • Ablenkung von Wachrobotern durch gezieltes Miauen funktioniert meistens zuverlässig.
  • Das Öffnen von Lüftungsschächten erfordert präzises Timing an der Tastatur.

Dennoch gibt es Frustmomente. Wenn die Steuerung bei einem Sprung über einen Abgrund versagt, landen wir oft drei Bildschirme tiefer.

Technische Mängel im Detail

Besonders die Kameraperspektive bereitet in den späteren Industrieabschnitten Probleme. Sobald sich mehrere Hindernisse im Vordergrund befinden, verschwindet die Spielfigur komplett aus dem Sichtfeld.

Auch die Bosskämpfe gegen streunende Wachhunde verlangen zu viel trial-and-error.

  • Checkpoints vor diesen Passagen wurden von den Entwicklern zu spärlich platziert.
  • Ein Neustart nach dem Tod kostet oft zwei Minuten Spielzeit.

Die deutsche Lokalisation liefert zudem durchmischte Ergebnisse. Während Menüs sauber übersetzt sind, fehlen in den Dialogboxen der Straßenkatzen gelegentlich Umlaute.

Fazit

Clawed bleibt ein zweischneidiges Schwert für Genrefans. Wer über hakelige Sprungpassagen und unfaire Rücksetzpunkte hinwegsehen kann, wird mit einer stimmungsvollen Katzenodyssee belohnt.

Am Ende bleibt ein Titel, der seine besten Momomenten hat, wenn man einfach nur über Dächer spazieren darf.

7
/10
GUT

+ PRO

  • +Handgezeichnete Pixel-Art im 16-Bit-Stil fängt die düstere Cyberpunk-Atmosphäre perfekt ein
  • +Das Klettersystem erlaubt präzise Sprünge über Rohre und Dächer
  • +Soundtrack mit Lo-Fi-Synthesizern sorgt für melancholische Stimmung in den Fabrikbezirken
  • +Gelungene Rätsel nutzen das Miauen und Kratzen als spielerische Mechaniken
  • +Die Spielzeit von circa sechs Stunden ist frei von unnötigen Streckungen

- CONTRA

  • -Steuerung reagiert in hektischen Flucht-Sequenzen oft unpräzise
  • -Kamerawechsel in engen Industriehallen verdecken wichtige Hindernisse
  • -Speicherpunkte liegen in Bosskämpfen viel zu weit auseinander
  • -Deutsche Untertitel weisen mehrfach fehlerhafte Zeilenumbrüche auf

FAZIT

Wer klassische Jump-and-Run-Adventures mag, findet in Clawed ein charmantes, aber frustanfälliges Indie-Projekt.

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