Forza Horizon 6: Stillstand im Hochglanz-Format
Das neue Horizon-Kapitel bietet technische Perfektion auf Kosten jeglicher inhaltlicher Weiterentwicklung.
Das Fahrgefühl
Forza Horizon 6 setzt auf das bewährte Handling-Modell der Vorgänger. Autos fühlen sich auf dem Asphalt extrem griffig an, während Offroad-Passagen eine sanfte Korrektur am Controller erfordern.
Die Steuerung reagiert präzise auf Eingaben. Wer die Fahrhilfen komplett ausschaltet, spürt den Unterschied zwischen Front-, Heck- und Allradantrieb deutlich in den Kurven.
Technische Präsentation
Die visuelle Darstellung der Fahrzeugkarosserien erreicht ein neues Niveau. Spiegelungen in der Motorhaube und der detaillierte Innenraum bei Cockpit-Perspektive überzeugen bei 60 Bildern pro Sekunde.
Die Umgebung wirkt allerdings oft wie eine Kulisse. Die Interaktion mit Objekten am Streckenrand bleibt auf Zäune und kleinere Büsche beschränkt.
Das Missions-Design
Die Struktur der Kampagne orientiert sich an den bekannten Horizon-Festivals. Spieler sammeln Punkte, um neue Events freizuschalten, was sich nach wenigen Stunden repetitiv anfühlt.
Die Voice-Over-Kommentare der Festival-Organisatoren wirken auf Dauer eher störend als motivierend. Besonders die erzwungene Fröhlichkeit in den Zwischensequenzen stört den Spielfluss.
Die KI-Herausforderung
Die Drivatar-KI verhält sich in Rennen oft unvorhersehbar. Gegner drängeln sich in Kurven unnatürlich eng an das Spielerauto, anstatt echte Rennlinien zu wählen.
Das Gummiband-System sorgt dafür, dass selbst nach einem perfekten Start ein Gegner kurz vor dem Ziel wieder am Heck klebt. Dies mindert den Lerneffekt bei schwierigen Rennabschnitten.
Fazit zur Serie
Das Spiel bietet eine gewaltige Menge an Inhalten für Fans der Reihe. Wer jedoch eine spielerische Evolution sucht, wird von der mangelnden Innovation enttäuscht sein.
Die Entwickler haben das technische Fundament weiter perfektioniert. An der spielerischen Tiefe wurde seit dem Vorgänger kaum gearbeitet.
+ PRO
- +Dynamisches Wetter-System beeinflusst den Grip auf unbefestigten Straßen spürbar
- +Tuning-Menü erlaubt detaillierte Anpassungen an Differential und Getriebeübersetzung
- +Audio-Engine bildet den individuellen Klang der V8-Motoren authentisch ab
- +Karten-Größe bietet über 500 Kilometer an unterschiedlichen Streckenverläufen
- +Fotomodus mit Tiefenschärfe-Optionen ermöglicht hochauflösende Aufnahmen der Fahrzeugmodelle
- CONTRA
- -KI-Gegner nutzen auf höheren Schwierigkeitsgraden ein frustrierendes Gummiband-System
- -Quest-Struktur der Horizon-Storys wiederholt die immer gleichen Bring-Dienste
- -Menüführung in der Garage benötigt für einfache Upgrades zu viele Klicks
- -KI-Fahrzeuge fahren bei Regen durch Wasserpfützen, als wären sie Schienenfahrzeuge
FAZIT
Ein optisch exzellentes Rennspiel, das sich inhaltlich jedoch in alten Mustern verfängt und den Spieler kaum noch vor echte Herausforderungen stellt.
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