Halloween: The Game im Test - Zwischen Nostalgie und bekannten Genregrenzen
Unsere Review zu Halloween: The Game auf PC, PS5 und Xbox beleuchtet die Stärken und Schwächen der Lizenzumsetzung.
Die Rückkehr nach Haddonfield
Die Vorlage als Fundament
John Carpenters Meisterwerk von 1978 liefert die optische und akustische Blaupause für Halloween: The Game.
- Die verlassenen Straßen von Illinois sehen dank moderner Unreal Engine-Technik düster aus.
- Der legendäre Synthie-Soundtrack setzt exakt in den richtigen Schreckmomenten ein.
- Entwickler nutzen originale Schauplätze wie den Vorort Haddonfield als Kulisse.
Das asymmetrische Prinzip
Spieler schlüpfen entweder in die Rolle von Michael Myers oder kämpfen als Teenager ums Überleben.
- Die Überlebenden müssen Generatoren reparieren und Fluchtwege sichern.
- Michael stalkt seine Opfer aus der Ego- oder Third-Person-Perspektive.
- Das Verstecken in Schränken erinnert stark an andere Genrevertreter wie Dead by Daylight.
Spielerische Einschränkungen
Das Gameplay leidet unter einigen spürbaren Designentscheidungen im Bereich der Langzeitmotivation.
- Nach fünfzehn gespielten Runden nutzen sich die Abläufe der Aufgaben ab.
- Das Trefferfeedback im Nahkampf vermittelt zu wenig Wucht.
- Die Lernkurve für neue Spieler fällt mangels Tutorial zu steil aus.
Einordnung für Genre-Fans
Mit einer Nutzerwertung von rund 72 Prozent auf Steam zeigt sich die Community gespalten.
- Anhänger des Horror-Genres greifen wegen der Lizenz dennoch bedenkenlos zu.
- Wer frische Innovationen sucht, findet hier lediglich bekannte Mechaniken im neuen Gewand.
+ PRO
- +Das ikonische Halloween-Thema von John Carpenter sorgt sofort für gruselige Stimmung
- +Michael Myers bewegt sich unbarmherzig und bedrohlich langsam durch Haddonfield
- +Die detailgetreue Nachbildung der Vorstadt aus dem Film aus dem Jahr 1978 begeistert Fans
- +Der Spannungsbogen steigt spürbar an, sobald der Killer in die Nähe kommt
- +Das Verstecksystem in Schränken und unter Betten erzeugt echten Nervenkitzel
- CONTRA
- -Das Missionsdesign in den Überlebensrunden wiederholt nach wenigen Stunden dieselben Aufgaben
- -Die Steuerung der Überlebenden fühlt sich in hektischen Momenten zu träge an
- -Das Balancing zwischen Killer und Opfern schwankt stark je nach gewählter Karte
- -Die Benutzeroberfläche im Hauptmenü wirkt unübersichtlich und überladen
FAZIT
Halloween: The Game fängt die Atmosphäre der Filmvorlage gut ein, bleibt spielerisch aber im bekannten Genrekorsett stecken.
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