Lay of the Land: Ein ambitioniertes Abenteuer im technischen Niemandsland
Ein experimenteller Genre-Mix, der zwischen großen Ideen und massiven technischen Stolpersteinen den Anschluss verliert.
Der erste Eindruck
Als ich Lay of the Land startete, begrüßte mich ein Grafikstil, der sofort an Klassiker wie Borderlands oder XIII erinnerte. Die Welt wirkt auf den ersten Blick wie ein riesiger Spielplatz voller Geheimnisse und verlassener Ruinen.
Doch schon nach den ersten fünf Minuten Spielzeit offenbart das Projekt seine hässliche Fratze. Die technologische Umsetzung ist in ihrem aktuellen Zustand kaum als “spielbar” zu bezeichnen.
Gameplay und Mechaniken
Das Herzstück des Spiels ist eine interessante Mischung aus Survival-Elementen und klassischem Action-RPG. Das Crafting-System ist dabei eine der wenigen hellen Stellen: Jedes Item im Inventar lässt sich sinnvoll verwerten.
Leider wird dieser positive Aspekt durch eine katastrophale Steuerung ausgebremst. Die Eingabeverzögerung macht präzise Kämpfe gegen die ohnehin schon seltsame KI zur Glückssache.
Die technische Katastrophe
Der größte Feind in Lay of the Land ist nicht der Drache im zweiten Gebiet, sondern das Menü. Die Schriftgrößen sind so winzig, dass man raten muss, ob man gerade einen Heiltrank oder einen wertlosen Stein ausgewählt hat.
Dazu kommen Bugs, die den Spielfortschritt komplett verhindern. Dass ich innerhalb einer Stunde dreimal durch die Texturen in den “Void” gefallen bin, ist heutzutage kaum noch zu entschuldigen.
Das Fazit für Retro-Fans
Wer eine Affinität zu ungeschliffenen Indie-Diamanten hat, könnte hier vielleicht ein interessantes Konzept erkennen. Doch leider ist das Spiel so weit von einem fertigen Zustand entfernt, dass eine Empfehlung unmöglich ist.
Vielleicht wird aus Lay of the Land in zwei Jahren ein ordentliches Spiel, sofern die Entwickler die Performance-Probleme in den Griff bekommen. Aktuell ist es jedoch eher ein frustrierendes Experiment als ein empfehlenswerter Zeitvertreib.
+ PRO
- +Dynamisches Wettersystem beeinflusst die Sichtweite und das Verhalten der Kreaturen
- +Crafting-System nutzt jedes gesammelte Item für funktionale Ausrüstungs-Upgrades
- +Vertikale Levelgestaltung in den Ruinen lädt zum Erkunden abseits der Pfade ein
- +Einzigartiger Cel-Shading-Artstyle verleiht der Spielwelt eine melancholische Comic-Ästhetik
- +Komplett freies Klassensystem ohne feste Skill-Bäume erlaubt individuelle Charakter-Entwicklungen
- CONTRA
- -Die Kollisionsabfrage versagt bei Treppenaufgängen und lässt den Spieler regelmäßig durch den Boden fallen
- -Speicherdateien korrumpieren bei Spielabbrüchen in der Nähe von Quest-Events
- -Das UI ist auf PC-Monitoren so klein skaliert, dass Texte kaum lesbar sind
- -Gegner-KI verharrt im Kampfmodus oft regungslos, sobald man auf einen Felsen klettert
FAZIT
Trotz kreativer Ansätze scheitert Lay of the Land an einer unfertigen technischen Basis, die den Spielspaß leider im Keim erstickt.
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