Zerstörungswut in VR: Der Alltag als Abrissunternehmer in Everything Must Fall
Ein ehrlicher Blick auf den VR-Puzzle-Arcade-Titel, der physikbasiertes Chaos mit strategischem Abbruch verbindet.
Das Konzept
Everything Must Fall wirft euch direkt in die Rolle eines industriellen Abrissunternehmers, der Büros und Lagerhallen dem Erdboden gleichmachen muss.
Statt subtiler Entkernung stehen hier der Einsatz von brachialer Physik und explosivem Material im Vordergrund.
- Abriss von Bürokomplexen mittels Vorschlaghammer
- Platzieren von Sprengsätzen an tragenden Säulen
- Einhaltung vorgegebener Budgets für Zerstörungswerkzeuge
Die Spielmechanik
Das Gameplay verlangt mehr als blindes Drauflosknüppeln. Die Stabilität der Gebäude folgt echten physikalischen Berechnungen, weshalb gezielte Schläge auf die Statik notwendig sind.
Wer wahllos Wände einreißt, verbraucht wertvolle Ressourcen und verfehlt die Highscore-Vorgaben der Level.
- Dynamische Statik reagiert sofort auf Beschädigungen
- Werkzeugwechsel per Schnellzugriff am virtuellen Gürtel
- Zeitlupen-Funktion für präzise Treffer in hektischen Momenten
Die Technik auf PC-VR
Die SteamVR-Fassung läuft flüssig, verlangt der Hardware aber trotz überschaubarer Texturen einiges ab. Die Interaktion mit Objekten funktioniert meist fehlerfrei.
Gelegentlich greifen Hände durch dünne Wände, was den ansonsten guten Immersionseffekt kurzzeitig stört.
- Bewegungssteuerung setzt Schläge und Würfe direkt um
- Sounddesign liefert knackige Beton- und Berstgeräusche
- UI-Elemente schweben gut lesbar im Sichtfeld
Umfang und Wiederspielwert
Der Titel bietet eine überschaubare Kampagne, die nach etwa vier bis fünf Stunden durchgespielt ist. Das motivierende Punktesystem lädt jedoch dazu ein, bekannte Level effizienter zu lösen.
Eine Bestenliste spornt Spieler an, ihre Abrisszeiten und Zerstörungsgrade zu optimieren.
- Fünf verschiedene Industriezonen mit steigendem Schwierigkeitsgrad
- Optionale Zusatzziele pro Gebäude
- Modus für den freien Abriss ohne Zeitdruck
+ PRO
- +Physikbasierte Gebäudezerstörung mit spürbarem Feedback in VR
- +Verschiedene Abrisswerkzeuge wie Vorschlaghämmer und Explosivladungen bringen Abwechslung
- +Taktische Planung der Einsturzpunkte sorgt für befriedigende Kettenreaktionen
- +Retro-Arcade-Struktur mit klaren Punktevorgaben motiviert zu Highscore-Jagden
- +Direkte Steuerung über SteamVR nutzt die Raumskalierung effektiv aus
- CONTRA
- -Grafische Darstellung auf PC-VR wirkt stellenweise zu klobig und detailarm
- -Begrenzte Missionsvielfalt führt nach einigen Stunden zu spürbarer Wiederholung
- -Kollisionsabfrage der Werkzeuge hakt gelegentlich an engen Betonpfeilern
- -Fehlende Speicherpunkte innerhalb längerer Level erzwingen Neustarts
FAZIT
Wer physisches Chaos in der virtuellen Realität sucht, findet hier eine unterhaltsame Abriss-Simulation mit kleinen Macken.
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