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Massenentlassungen: Die Gaming-Industrie in der Krise

Tausende Entwickler verlieren ihre Jobs. Ein Ueberblick ueber die Welle der Entlassungen, die die Spielebranche Anfang 2024 erschuettert.

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Tommes Parzl
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Die Gaming-Industrie erlebt einen ihrer schwaerzesten Momente: Seit Jahresbeginn 2024 haben tausende Entwickler und Branchenmitarbeiter ihre Jobs verloren. Die Welle der Entlassungen trifft sowohl grosse Publisher als auch kleinere Studios.

Die Zahlen sind erschreckend

Allein im Januar und Februar 2024 wurden ueber 8.000 Stellen in der Gaming-Branche gestrichen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2023 waren es rund 10.500 - eine Zahl, die 2024 deutlich uebertroffen werden duerfte.

Die groessten Betroffenen

Microsoft kuendigte trotz des 69-Milliarden-Dollar-Deals mit Activision Blizzard den Abbau von 1.900 Stellen an. Betroffen sind unter anderem Entwickler bei Activision Blizzard und Xbox. Sony entliess rund 900 Mitarbeiter bei PlayStation, darunter auch Teams bei Insomniac Games und Naughty Dog.

Ursachen der Krise

Die Gruende sind vielschichtig: Nach dem Pandemie-Boom normalisierten sich die Spielerzahlen, waehrend die Produktionskosten weiter stiegen. Viele Studios hatten waehrend der COVID-Jahre uebermaessig expandiert und muessen nun korrigieren.

Betroffene sprechen aus

In sozialen Medien teilen Hunderte entlassener Entwickler ihre Geschichten. Viele berichten von Schock und Frustration - besonders bitter fuer diejenigen, die mit H1B-Visa an ihren Arbeitgeber gebunden waren.

Ein Strukturproblem

Die Entlassungen offenbaren ein grundsaeatzliches Problem der Branche: Das Modell, Teams nach Projektabschluss zu verkleinern, ist weder nachhaltig noch menschlich. Die Branche muss umdenken - die Frage ist nur, ob sie es auch tut.

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