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15 Jahre Spott: Wie Green Lantern den CGI-Kostüm-Trend vorhersah
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15 Jahre Spott: Wie Green Lantern den CGI-Kostüm-Trend vorhersah

Der 2011er Film wurde für sein digitales Outfit verrissen, heute ist der Ganzkörper-Pulli aus dem Computer in fast jedem Superhelden-Blockbuster Standard.

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Dennis Adam
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Der Sündenfall von 2011

Green Lantern hatte ein Problem, das größer war als seine plumpe Story: Ryan Reynolds‘ Anzug war komplett am Computer entstanden. Die Fans lachten, die Kritiker spotteten, das grüne Ganzkörper-Kondom sei lieblos und unecht.

Doch der Film von 2011 war seiner Zeit nur etwas zu weit voraus. Heute, 15 Jahre später, ist genau diese Technik zum unsichtbaren Standard geworden.

Was damals geschah

  • Der 2011er Green Lantern nutzte erstmals einen vollständig animierten Anzug, direkt auf den Körper des Schauspielers gerendert
  • Die Macher wollten damit die schimmernde, energiespeichernde Optik der Comics einfangen, das Ergebnis wirkte jedoch wie ein schlecht getunter Green-Screen-Unfall
  • In der Folge wurde der Film regelrecht dafür abgestraft, dass sein Held wie eine Plastikpuppe durch die Luft flog

Unfreiwilliger Trendsetter

Die Ironie: Marvel und später auch DC zogen nach, nur diesmal mit besserer Technik.

  • Spider-Man im MCU (seit 2016): Sein Outfit ist fast durchgängig digital, von den Reflexionen bis zu den Masken-Animationen
  • Black Panther: Der vibraniumverstärkte Anzug wächst und schrumpft per Mausklick
  • The Flash (2023): Die gesamte Rüstung existiert nur auf der Festplatte

Selbst Superman trägt inzwischen oft einen digitalen Umhang, weil der Wind aufwändiger zu simulieren ist, als ihn am Computer zu berechnen.

Warum sich alles geändert hat

Der Grund ist simpel: CGI-Kostüme sparen Zeit und Geld. Keine Nähte, keine Verschleißspuren, kein Anprobieren von 30 Versionen, der Anzug wird direkt auf das 3D-Modell des Schauspielers geklebt.

Dazu kommt, dass moderne Render-Engines Licht und Textur so glaubwürdig nachbilden, dass selbst geschulte Augen den Unterschied kaum noch sehen. Green Lanterns Fehler war nicht die Idee, sondern die damals unausgereifte Umsetzung.

Ein unbequemer Vorgeschmack

Was einst als peinlicher Ausrutscher belächelt wurde, ist heute operatives Normal. Die Superhelden auf der Leinwand tragen immer öfter Kleidung, die es in der Realität gar nicht gibt, und kaum einer merkt es.

Vielleicht sollte man Green Lantern von 2011 heute eine kleine Ehrenretrospektive widmen. Nicht als guten Film, aber als mutiges Experiment, das den Weg für eine ganze Industrie ebnete, auch wenn es dafür erst durch den Kakao gezogen werden musste.

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