2K eröffnet neues Sportstudio
2K Sports hat offiziell ein neues Studio im kalifornischen Bay Area gegründet. Geleitet wird es von einem ehemaligen FIFA-Executive-Producer, der zuvor jahrelang bei Electronic Arts an der Fußballsimulation gearbeitet hat. Das Team hat den Auftrag, die nächste Blockbuster-Sports-Franchise von 2K zu entwickeln.
Das klingt nach einer ernsten Kampfansage an EA. Seit Jahren ist der Publisher mit seinen Sportspielen weitgehend konkurrenzlos. Nun könnte sich das Blatt wenden.
Wer steckt hinter dem Projekt?
- Ein ehemaliger FIFA-Executive-Producer übernimmt die operative Leitung des neuen Entwicklerteams.
- Weitere Details zum Kernteam nennt 2K vorerst nicht, jedoch rekrutiert das Studio aktiv Branchenveteranen.
- Ein konkretes Spiel wurde bislang nicht vorgestellt, die Produktion befindet sich in einer frühen Phase.
Die Personalie ist für sich genommen schon eine Ansage. Wer jahrelang bei EAs Fußball-Reihe in führender Position gearbeitet hat, kennt alle Stellschrauben des Erfolgs. Dieses Wissen fließt jetzt also in die Arbeit für 2K ein.
Was ist mit dem Fußball-Markt?
Die Frage liegt nahe, ob 2K auf Fußball setzt. Schließlich ist das die Sportart, in der EA seit Jahrzehnten den Ton angibt. Ein ehemaliger FIFA-Producer als Studioleiter spricht da eine deutliche Sprache.
Allerdings ist noch nichts offiziell bestätigt. 2K könnte genauso gut auf einen anderen Sport setzen, da EA auch im American Football mit Madden NFL oder im Basketball mit NBA Live (bzw. dessen historischer Abwesenheit) agierte. Klar ist nur: Das Studio will eine große, kommerziell tragfähige Reihe etablieren.
Die historische Vorgeschichte von 2K im Sportgenre
- 2K hat eine lange Historie im Sportsegment, insbesondere durch die NBA 2K-Reihe von Visual Concepts.
- Frühere Versuche außerhalb des Basketballs umfassten Titel wie NFL 2K5, das im Jahr 2004 für günstige 19,99 Dollar erschien und EA massiv unter Druck setzte.
- Damals reagierte EA mit dem exklusiven NFL-Lizenzkauf, der Konkurrenztitel für Jahre unmöglich machte.
Diese historische Erfahrung zeigt, dass das Management von Take-Two Interactive genau weiß, wie man etablierte Marken angreift. Wenn Lizenzen verfügbar sind, scheut der Publisher finanzielle Investitionen nicht.
Warum EA langsam nervös werden sollte
- 2K besitzt langjährige Erfahrung mit Sportspielen und hochmoderne Motion-Capture-Studios.
- Der Publisher hat die nötigen Ressourcen für aufwändige Produktionen hinter sich stehen.
- Die neue Führung bringt Insider-Wissen aus dem FIFA-Lager mit, das nun EA Sports FC heißt.
Diese Kombination macht das Projekt gefährlich für die Konkurrenz. Der Wettstreit könnte am Ende den Spielern zugutekommen. Mehr Wahlmöglichkeiten gab es im Sportsegment lange nicht.
Der aktuelle Stand des Lizenzmarktes
- Die FIFA beendete 2022 ihre jahrzehntelange Partnerschaft mit Electronic Arts.
- Seitdem kursieren Gerüchte, dass der Fußballweltverband nach neuen Partnern für ein konkurrierendes Spiel sucht.
- 2K sicherte sich bereits im Mai 2024 eine offizielle Partnerschaft mit der FIFA, allerdings beschränkte sich diese bisher auf das Arcade-Spiel Lego 2K Goal!.
Ob aus dieser Partnerschaft nun eine vollwertige Simulation entsteht, bleibt die spannendste Frage der Branche. Die Lizenzkosten für den Weltverband belaufen sich schätzungsweise auf dreistellige Millionenbeträge pro Jahr.
Noch keine Details, aber große Ziele
2K hält sich bedeckt. Weder ein Titel noch ein Erscheinungszeitraum wurden genannt. Nur der Auftrag ist klar: eine Blockbuster-Sports-Franchise muss her.
Der Schritt zeigt, dass 2K Sports einen Gang höher schalten will. Ob das Projekt am Ende wirklich gegen EA antritt, bleibt offen. Das Studio rekrutiert derzeit Mitarbeiter für offene Positionen in den Bereichen Engine-Programmierung und Spieldesign.