Blizzard meldet sich an die Spitze
Einem neuen Bericht von Windows Central zufolge ist Blizzard das aktuelle Top-Studio in der Xbox-Sparte von Microsoft. Grundlage sind interne E-Mails von Präsidentin Johanna Faries an die Belegschaft, in denen sie den finanziellen Erfolg vor der anstehenden BlizzCon feiert.
Faries erklärte demnach, Blizzard habe das Geschäftsjahr 2026 als ertragreichstes Studio der gesamten Xbox-Abteilung abgeschlossen. Es sei außerdem das dritthöchste Jahr beim Umsatz in der gesamten Historie des Entwicklers gewesen.
- Microsoft übernahm Blizzard im Oktober 2023 im Rahmen der 68,7-Milliarden-Dollar-Übernahme von Activision Blizzard.
- Die Wurzeln des Studios reichen bis ins Jahr 1991 zurück, als Silicon & Synapse gegründet wurde, bevor man sich in Blizzard Entertainment umbenannte.
- Frühere Meilensteine waren die Strategie-Klassiker Warcraft: Orcs & Humans (1994) und StarCraft (1998) sowie das wegweisende MMORPG World of Warcraft (2004).
Zwei Spiele treiben das Wachstum
Laut Faries gab es seit dem Geschäftsjahr 2017 erstmals wieder zwei aufeinanderfolgende Wachstumsjahre. Besonders stark waren dabei zwei Marken, die das operative Geschäft tragen.
- Diablo 4: Lord of Hatred sorgte für außergewöhnliche Spielerzahlen und hohe Transaktionserlöse.
- Overwatch verbuchte laut Faries das stärkste Quartal seit dem Jahr 2022.
Auch World of Warcraft hatte zuletzt einen enormen Schub durch eine neue Erweiterung erhalten. Sogar der Klassiker Diablo 2: Resurrected bekam mit dem Reign of the Warlock-DLC frische Inhalte. Overwatch strich die Ziffer aus dem Namen und brachte gleichzeitig fünf neue Helden in das Matchmaking.
- Der direkte Vorgänger Diablo 3 erschien im Jahr 2012 und verkaufte sich bis 2015 über 30 Millionen Mal.
- Overwatch startete im Mai 2016 als Vollpreistitel, ehe das Nachfolgemodell im Oktober 2022 auf ein Free-to-Play-Modell mit saisonalem Battle Pass umgestellt wurde.
- World of Warcraft erreichte zu Spitzenzeiten im Jahr 2010 mehr als 12 Millionen aktive Abonnenten.
Kein Schocker, aber doch bemerkenswert
Dass Blizzard die Xbox-Studios anführt, liegt auch an der schwachen Performance anderer interner Microsoft-Marken. Vor allem Call of Duty: Black Ops 7 blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr hinter den internen Erwartungen zurück.
Überraschender ist, dass Blizzard diesen Status trotz jahrelanger interner Umstrukturierungen und Skandale unter dem früheren CEO Bobby Kotick erreicht hat. Das Studio setzt primär auf langfristige Live-Service-Strukturen.
- World of Warcraft generiert durch monatliche Abonnements von rund 12,99 Euro plus Mikrotransaktionen konstante Einnahmen.
- Diablo 4 setzt auf kostenpflichtige Add-ons im Jahrestakt sowie einen In-Game-Shop für kosmetische Rüstungen.
- Overwatch finanziert sich über den In-Game-Shop und den saisonalen Battle Pass.
Was als Nächstes ansteht
Die BlizzCon findet am 12. und 13. September im Anaheim Convention Center statt. Dort zeigt der Publisher konkrete Pläne für die Marken Warcraft, Overwatch und Diablo.
- Gerüchte über ein neues StarCraft-Spiel kursieren seit Monaten in Branchenkreisen.
- Eine offizielle Bestätigung für einen neuen Serienteil gibt es von Microsoft oder Blizzard bisher nicht.
Faries kündigte an, dass das Jahr 2026 Blizzards umsatzstärkstes Jahr seit der Jahrtausendwende werden soll. Die BlizzCon dient dabei als Marketing-Plattform, um die kommenden Inhalte für das Weihnachtsgeschäft zu platzieren.