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Catherines 15. Jubiläum: Die unbequeme Trans-Repräsentation von Erica
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Catherines 15. Jubiläum: Die unbequeme Trans-Repräsentation von Erica

Zum 15. Jahrestag zeigt sich: Catherine war ein früher, aber holpriger Meilenstein für Trans-Darstellung in Spielen.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Ein ungewöhnliches Jubiläum

Am 26. Juli 2026 feierte Catherine seinen 15. Jahrestag. Das Spiel von 2011 war für Entwickler Atlus ein mutiger Schritt. Das Team hinter Persona 4 verließ das vertraute Schul-Setting und wagte sich an erwachsene Themen.

Von Persona zu nächtlichen Puzzles

Atlus war damals noch nicht der Mainstream-Faktor von heute. Doch die Persona-Macher um Katsura Hashino, Shigenori Soejima und Shoji Meguro arbeiteten auch hier zusammen. Sie schufen ein Spiel über Vincent, der zwischen Freundin Katherine und der verführerischen Catherine wählen muss. Katherine steht für Sicherheit, Catherine für Verlangen. Die Nächte verbringt Vincent in Albträumen, wo er einen einstürzenden Turm aus Blöcken erklimmt. Tagsüber bestimmen Gespräche in der Bar, wie sich die Beziehungen entwickeln. Freunde, Jukebox und Alkohol lockern die Stimmung auf. Untreue, Eheängste und der Ernst des Erwachsenseins stehen im Zentrum, eine Premiere für Atlus.

Erica: Mehr als eine Kellnerin

In der Bar trifft Vincent auf Erica, die in der Runde eine Sonderrolle hat: Sie ist die einzige Frau, die neutral bleibt. Sie hört zu, flirtet mit Toby und tröstet Vincent, doch im Verlauf der Geschichte enthüllt das Spiel: Erica ist trans.

  • Die Enthüllung erfolgt erst im “Katherine True”-Ende, wenn Toby ihre Vergangenheit entdeckt.
  • Das Spiel nutzt dabei ihren Deadname, was westliche Spieler bis heute kritisieren.
  • Zusätzlich zeigt die Full Body-Version Erica in Rückblenden als detransitionierte Person.

Ein kultureller Graben

Die Darstellung wirkt gut gemeint, ist aber stark von der japanischen Sicht auf Transgeschlechtlichkeit geprägt. In Japan ist Geschlechtsausdruck oft fluider als im Westen. Ein Gesetz von 2003 verlangt für die offizielle Anerkennung eine geschlechtsangleichende Operation, was viele zu einem Leben im Zwischenraum zwingt. Genau diese Widersprüche machen Catherine zu einem faszinierenden Zeitdokument: Es zeigt, wie früh und zugleich unbeholfen sich ein großes Studio mit Trans-Identität beschäftigte. Das Spiel nimmt seine Themen ernst, wird aber nie bösartig, selbst wenn die Umsetzung problematisch wirkt.

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