EndeNews Logo EndeNews
Daten-Chaos bei Yoti: Altersprüfung bei PlayStation und Meta in der Kritik
News

Daten-Chaos bei Yoti: Altersprüfung bei PlayStation und Meta in der Kritik

Ein neuer Bericht enthüllt massive Datenschutzbedenken bei der Altersverifikations-Software Yoti, die von Branchenriesen wie Sony und Meta genutzt wird.

T
Tommes Parzl
TEILEN: Twitter Reddit

Sicherheitslücke bei der Altersprüfung

Der Dienstleister Yoti steht aktuell massiv in der Kritik. Ein aktueller Bericht zeigt, dass die Plattform zur Altersverifikation sensible Nutzerdaten an zahlreiche Drittanbieter weitergibt, ohne dass dies für die Anwender ersichtlich ist.

Betroffen sind unter anderem große Konzerne der Tech- und Gaming-Branche:

  • PlayStation (Sony Interactive Entertainment)
  • Meta (Facebook, Instagram)
  • TikTok

Wie Yoti die Daten verarbeitet

Das System suggeriert eine direkte Prüfung durch KI-Algorithmen, doch die Realität sieht anders aus. Die Software nutzt ein komplexes Netzwerk an “vierten Parteien”, um die Verifizierung durchzuführen.

Diese Praxis führt zu erheblichen Risiken für den Schutz privater Informationen:

  • Personenbezogene Daten verlassen den direkten Kontrollbereich der Hauptplattformen.
  • Die Weitergabe an intransparente Drittdienstleister erfolgt ohne explizite Sichtbarkeit.
  • Nutzer verlieren den Überblick, wer ihre biometrischen oder persönlichen Merkmale genau verarbeitet.

Konsequenzen für Gamer

Spieler, die sich auf Plattformen wie dem PlayStation Network verifizieren müssen, vertrauen ihre Identität einer Kette von Dienstleistern an. Diese Kette ist für den Endnutzer kaum nachvollziehbar oder kontrollierbar.

Die technischen Details des Berichts belegen folgende Problematik:

  • Die Speicherung der Daten erfolgt nicht lokal auf dem Gerät.
  • Die Fragmentierung der Datensätze bei verschiedenen Partnern erschwert die Löschung oder den Widerruf von Einwilligungen.

Fehlende Transparenz als Standard

Die untersuchten Unternehmen werben mit Sicherheit und Jugendschutz. Der Bericht entlarvt diese Kommunikation als irreführend, da die technische Umsetzung die Privatsphäre der Nutzer gefährdet.

Die Praxis der Datenweitergabe widerspricht dem Anspruch einer direkten Verifizierung massiv. Viele Nutzer sind sich nicht bewusst, dass ihr Gesichtsscan durch mehrere Firmen wandert, bevor eine Entscheidung über ihr Alter getroffen wird.

VERWANDTE ARTIKEL