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Doom-Grafik: Mit der Undo-Taste gemalt, aus purer Not
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Doom-Grafik: Mit der Undo-Taste gemalt, aus purer Not

Der Lead Artist von Doom verrät: Frühe 90er-Animationstools waren so rudimentär, dass er die gesamte Spielegrafik praktisch nur mit der Rückgängig-Funktion erstellte.

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Tommes Parzl
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Als die Rückgängig-Taste die Rettung war

Der Lead Artist von Doom hat offen gelegt, wie primitiv die Grafiksoftware Anfang der 90er Jahre wirklich war. Laut einem Bericht von PCGamer gestand er, dass er den gesamten Look des Spiels im Wesentlichen nur mit der Undo-Taste hinbekam.

„Ich habe das Ding praktisch mit der Rückgängig-Funktion gemacht“, soll er gesagt haben. Kein ausgefeiltes Compositing, keine Ebenen, keine intelligenten Pinsel, nur Trial-and-Error mit Strg+Z als einzigem Schutzschild gegen das Chaos.

Werkzeuge aus einer anderen Zeit

Die damaligen Animationstools, oft Deluxe Paint auf dem Amiga, boten gerade einmal das Nötigste:

  • Eine Farbpalette mit maximal 256 Farben
  • Einfache Zeichenwerkzeuge ohne Antialiasing
  • Keine Unterstützung für Ebenen oder Transparenzen

Das bedeutete: Jeder Pixel musste per Hand gesetzt werden. Ein falscher Klick ruinierte schnell stundenlange Arbeit, wenn man das nicht rückgängig machen konnte.

Aus Not geboren: Der Look einer Ära

Diese technische Beschränkung zwang die Künstler zu einem radikalen Minimalismus. Statt aufwändiger Texturen setzte Doom auf grobe, aber extrem markante Pixelgrafiken, die bis heute Kultstatus haben.

Die Undo-Funktion war dabei nicht nur ein Werkzeug, sondern das eigentliche Fundament des kreativen Prozesses. Ohne sie wäre die charakteristische Ästhetik des Spiels, düster, kantig, gerade noch erkennbar, nicht möglich gewesen.

Erfolg durch Einschränkung

Man könnte fast sagen: Die primitive Software hat Doom erst zu dem gemacht, was es ist. Wo heute Künstler mit unbegrenzten Ebenen und komplexen Shadern arbeiten, reichte damals ein einziger Befehl, Rückgängig.

Das Spiel verkaufte sich über zehn Millionen Mal und prägte ein ganzes Genre. Mit einem Workflow, der heute wohl niemandem mehr zumutbar wäre. Ein Lehrstück darüber, wie wenig es braucht, wenn das Können stimmt.

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