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Dreamworks enthüllt Prinz Mermahn: Der blaueste Schwarm seit Shrek
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Dreamworks enthüllt Prinz Mermahn: Der blaueste Schwarm seit Shrek

Dreamworks stellt mit Prinz Mermahn aus Forgotten Island einen animierten Charakter vor, der an die großen Zeiten des Studios erinnert, wir ordnen ein.

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Tommes Parzl
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Ein blauer Prinz mit Anspruch

Dreamworks hat am heutigen 7. September Prince Mermahn vorgestellt, die neue Hauptfigur aus dem Projekt Forgotten Island. Die Enthüllung zeigt einen muskulösen, blauhäutigen Kerl mit wallender Mähne und einem Lächeln, das zwischen arroganter Selbstsicherheit und charmantem Augenzwinkern pendelt. Offiziell heißt es, Mermahn sei „der träumerischste Charakter seit Shrek“, und genau an diesem Versprechen müssen sich Studio und Figur messen lassen.

Bemerkenswert ist die Gestaltung: Mermahn bricht mit klassischen Meerjungfrauen-Klischees, präsentiert sich als stolzer, aber scheinbar nicht bösartiger Königssohn. Die Präsentation legt nahe, dass er eine tragende Rolle in Forgotten Island spielen wird, wobei offen bleibt, ob wir ihn als spielbaren Helden, Gegenspieler oder launischen Begleiter erleben. Konkrete Gameplay-Details, Plattformen oder ein Release-Fenster nannte Dreamworks bislang nicht.

Fünf erste Eindrücke aus dem Reveal

  • Design: Blaue Haut korrespondiert mit einer goldenen Rüstung, die an Unterwasser-Flair erinnert, ohne aufgesetzt zu wirken.
  • Persönlichkeit: Laut offizieller Beschreibung ist Mermahn „hunky“ und selbstbewusst, aber nicht ohne Sanftmut, ein Balanceakt, den viele Studios vergeblich versuchen.
  • Kontext: Forgotten Island scheint ein Abenteuer-Setting mit versteckten Inseln und mystischen Wesen zu sein, ganz im Stil von Dreamworks’ früheren Animationswerken.
  • Vergleich: Der Name Shrek fällt in der Ankündigung selbst, was als hohe Messlatte verstanden werden muss.
  • Status: Ob es sich um einen Film, eine Serie oder ein interaktives Erlebnis handelt, bleibt unklar. Die Gaming-Branche hofft auf einen Spielableger, doch offiziell gibt es dazu keine Bestätigung.

Studio-Historie: Zwischen Oger und Drachen

Dreamworks Animation hat sich seit den späten 1990er-Jahren einen Namen gemacht, insbesondere mit Shrek, der 2001 die animierte Komödie neu erfand. Die Marke umfasst etliche Franchises, von Madagascar bis Drachenzähmen leicht gemacht, Letzteres wurde sogar erfolgreich als Videospielreihe adaptiert.

Spieleentwicklung war für das Studio nie das Kerngeschäft, aber immer wieder ein Nebenweg: Von Licensed-Titeln auf Game Boy Advance bis zu Konsolen-Umsetzungen großer Kinofilme gab es viele Versuche mit schwankender Qualität. Mit Forgotten Island scheint Dreamworks nun einen eigenen, nicht auf einem bestehenden Film basierenden Charakter etablieren zu wollen. Das wäre eine Abkehr von der üblichen Strategie, bekannte Marken zuerst im Kino zu testen.

Branchenkontext: Charakter-Fokus statt Lizenz-Radar

In der aktuellen Landschaft setzen viele Studios auf etablierte Serien oder Remakes, deshalb fällt die Einführung eines gänzlich neuen animierten Gesichts auf. Vergleichbar sind Versuche wie The Wild Robot von Dreamworks, der 2024 auf einem Buch basierte, doch Prinz Mermahn entspringt offenbar ohne Vorlage. Das erinnert an die Strategie von Pixar mit eigenen Figuren, während andere Publisher wie Nintendo auf ikonische, aber alte Helden setzen.

Für Spieler bedeutet das: Wenn Forgotten Island als Spiel erscheint, könnte es ein mutiges Experiment mit unverbrauchter IP sein. Die Kunstfigur allein sorgt bereits für Gesprächsstoff, unabhängig von einem möglichen Gameplay. Ob die toxische Männlichkeit des blauen Prinzen mit charmantem Unterton funktioniert, wird sich zeigen, aber die visuelle Umsetzung sticht aus der Masse hervor.

Was wir wissen und was nicht

  • Gesichert: Der Charakter heißt Prinz Mermahn, ist blau, kräftig gebaut und stammt aus Forgotten Island.
  • Gesichert: Dreamworks bewirbt ihn selbst als „traumhaftesten Charakter seit Shrek“.
  • Unklar: Ob es sich um einen Film, eine Serie oder ein Spiel handelt.
  • Unklar: Ob Mermahn spielbar sein wird, welche Plattformen angesprochen werden und wer das Entwicklerteam ist.
  • Unbestätigt: Jegliche Gerüchte über Gameplay-Mechaniken oder eine Veröffentlichung sind Spekulation.

Diese Informationslücken sind typisch für frühe Enthüllungen, bei denen Studios erst einmal die Figur in den Mittelpunkt stellen, bevor sie das Produkt dahinter zeigen. Dreamworks scheint auf den visuellen Wow-Effekt zu vertrauen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Warum gerade Shrek als Maßstab?

Der Vergleich mit Shrek ist kein Zufall: Der Oger debütierte 2001 und wurde zum Maskottchen des Studios, mit vier Kinofilmen und einem eigenen Themenbereich in den Universal Parks. Eine Figur als „neuen Shrek“ anzukündigen, bedeutet, dass Dreamworks langfristig mehr als einen Film plant, sondern eine ganze Franchise. Das setzt Mermahn unter Druck, denn Shrek stand für Parodie, Herz und einen subversiven Humor, der die Branche veränderte.

Ob Mermahn diese Subversion erreicht, zeigt die bisherige Präsentation nur ansatzweise: Seine Pose wirkt poserhaft, aber ein ironischer Unterton könnte durchaus mitschwingen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Dreamworks mit einem vermeintlich schönen Helden spielt, um Erwartungen zu unterlaufen.

Ein blauer Hingucker mit offenen Enden

Zum Abschluss ein Gedanke: Die Animation des Reveal-Materials nutzt auffällig viel Lichtreflexion und weiche Schatten, was auf ein modernes Renderverfahren hindeutet. Prinz Mermahn bewegt sich in der kurzen Sequenz mit einer Leichtigkeit, die gut zu einer Action-Adventure-Umsetzung passen würde. Das allein ist kein Beweis für ein Spiel, aber es zeigt, dass Dreamworks in hochwertige Technik investiert. Abwarten, ob Forgotten Island am Ende mehr als ein hübsches Gesicht bietet, der Charakter hat zumindest das Potenzial, sich in die Riehe der unvergesslichen Dreamworks-Figuren einzuschreiben.

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