Neues Album, neues Abenteuer
Kyle Gordon, der Kopf hinter dem satirischen Musikprojekt Planet of the Bass, arbeitet an einem neuen Album, das im Herbst 2026 erscheinen soll. Der Komiker und Musiker hat die Ankündigung über seine sozialen Kanäle geteilt und damit eine Fangemeinde elektrisiert, die ihn bislang vor allem durch seine virale Eurodance-Parodie kennt. Was auf dem Album zu hören sein wird, bleibt bislang ein Geheimnis. Klar ist nur: Vor der Platte hat sich Gordon einem neuen Projekt angeschlossen, das den Namen Shelf Quest trägt.
Ein Künstler mit Hang zum Trash
- Gordon wurde 2023 mit dem Fake-Song „Planet of the Bass“ berühmt, in dem er zusammen mit der Sängerin Amy (Charli XCX? Nein, real war es die Singer-Songwriterin Iris) einen absichtlich überdrehten Dancefloor-Hit performte.
- Das Video, in dem er selbst den Sänger „DJ Crazy Times“ spielt, wurde Millionen Mal geklickt und entwickelte sich zu einem Internet-Phänomen.
- Seine Kunst besteht darin, Klischees der 90er-Eurodance-Ära so perfekt zu imitieren, dass man sie kaum noch von echten Hits unterscheiden kann.
- Dieser Humor, der zwischen liebevoller Hommage und bissiger Satire pendelt, soll offenbar auch seine Gaming-Inspirationen prägen.
Die Schlagzeile seiner jüngsten Ankündigung sorgt für Schmunzeln: Gordon hat seine „terrible video game inspirations“ öffentlich gemacht. Also die Spiele, die so schlecht sind, dass sie ihn künstlerisch beflügelten. Eine Liste konkret genannter Titel gibt es nicht, aber seine Fans dürfen sich auf wilde Anekdoten aus der Welt billiger Lizenz-Adaptionen, kaputter Jump-’n’-Runs und liebloser Merchandise-Rennspiele freuen.
Was ist Shelf Quest?
- Der Name Shelf Quest könnte auf ein Videospiel, eine Webserie oder eine Kollaboration mit einem Studio hindeuten.
- Die offizielle Kommunikation beschränkt sich bislang auf ein kurzes Statement Gordons, in dem er „drei Buchstaben“ als Leidenschaft nennt: „G-A-M-E“, den Rest kann man sich denken.
- Ob es sich um eine eigene Entwicklung, einen Soundtrack oder eine Synchronsprecher-Rolle handelt, bleibt Spekulation.
- Bisher gibt es keine offizielle Bestätigung einer Plattform oder eines Publishers. Fans spekulieren in Foren über ein Indie-Rollenspiel mit Retro-Pixel-Optik, doch das ist reine Mutmaßung.
Shelf Quest klingt jedenfalls nach einem Titel, der selbst schon Komiker-Potenzial hat. Man stelle sich vor: eine Suche nach dem perfekten Regalbrett oder ein Kaufhausabenteuer in der Abteilung für Aufbewahrungsmöbel. Da könnte Gordon als humoristischer Berater oder Schreiber eingestiegen sein.
Vom Dancefloor zum Gamepad
Kyle Gordon ist kein Unbekannter, wenn es um Verweise auf die Popkultur geht. Seine Sketche auf Comedy Central und YouTube zeigen eine tiefe Vertrautheit mit fast jeder Facette der Neunziger, von Boybands bis zu Infomercials. Der Schritt in Richtung Videospiele ist logisch, denn gerade die Ära der ersten PlayStation, des Game Boy Color und der Super-Nintendo-Ära liefert unendlich viel Material für seine satirische Brille.
In Interviews sprach Gordon bereits früher über seine Vorliebe für „so schlechte Spiele, dass sie wieder brillant sind“. Namentlich nannte er nie konkrete Titel, aber seine Sozialen Medien zeigen Fotos von zerbrochenen Controllern und einem SNES-Modul mit Kaffeeflecken.
Die Bedeutung der schlechten Spiele
- Schlechte Spiele haben in der Gaming-Kultur längst einen eigenen Stellenwert, vergleichbar mit Trashfilmen in der Kinolandschaft.
- Titel wie „E.T. the Extra-Terrestrial“ für das Atari 2600 oder „Big Rigs: Over the Road Racing“ gelten als Meilensteine der unfreiwilligen Komik.
- Genau diese Werke inspirieren Entwickler zu Experimenten, weil sie zeigen, wie viel schiefgehen kann, aber auch, wie viel Charakter ein vermeintlicher Fehlkauf haben kann.
- Kyle Gordon könnte in seiner Ankündigung auf dieses Phänomen anspielen, um seine künstlerische Position zu untermauern.
Mit seiner Mischung aus Ironie und handwerklich gut gemachter Musik hat er bewiesen, dass er den schmalen Grat zwischen Parodie und Ernsthaftigkeit sicher begeht. Wenn er nun seine Gaming-Wurzeln präsentiert, dürfte das ähnlich unterhaltsam werden.
Ein Jahr der musikalischen und digitalen Comebacks
2026 ist bereits jetzt ein Jahr der Wiederentdeckungen. Zahlreiche Acts der 90er und 2000er kehren mit Retro-Sound zurück, parallel erlebt Pixelgrafik ein Revival in Indie-Titeln. Da fügt sich Planet of the Bass nahtlos ein: Das 2024er-Original war nicht nur ein Hit in den sozialen Medien, sondern schaffte es sogar in die offiziellen Charts. Die Fangemeinde hofft, dass das neue Album ähnlich eingängige Fake-Hits bietet.
Gleichzeitig zeigt der Trend zu neuen Spielen mit absichtlich grober Optik, etwa im Stil von “Glitchovers“ oder “Polygon-Käse“, dass die Branche wieder mehr Lust auf den Charme des Unperfekten hat. Gordons Humor könnte hier wie eine Brücke wirken zwischen Musik- und Gaming-Publikum.
Eine Beobachtung zum Schluss
Kyle Gordon hat noch keine Details zu „Shelf Quest“ verraten, aber seine Ankündigung nutzt er geschickt für ein Album-Update. Das erscheint im Herbst, also noch vor dem Jahresende, was eine schnelle Markteinführung erwarten lässt. Bis dahin liegt die einzige offizielle Spur in einem am 1. September veröffentlichten Instagram-Post, der ein Bild eines flackernden CRT-Monitors zeigt, auf dem die Worte „FIND THE SHELF“ zu lesen sind. Ob das ein Hinweis auf das Spielprinzip ist oder nur ein weiterer Witz, bleibt abzuwarten.