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EA-CEO kassiert Millionen-Erhöhung, während Entwickler gefeuert werden
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EA-CEO kassiert Millionen-Erhöhung, während Entwickler gefeuert werden

Andrew Wilsons Vergütung steigt auf 38 Millionen US-Dollar, während EA zeitgleich Mitarbeiter der Battlefield-Studios entlässt und der Verkauf an Saudi-Arabien näher rückt.

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Dennis Adam
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Millionen für den Chef, Kündigungen für die Belegschaft

EAs Finanzbericht für das letzte Geschäftsjahr zeigt eine krasse Schieflage: CEO Andrew Wilson erhielt eine Gehaltserhöhung von satten 30 Millionen Dollar auf insgesamt 38 Millionen Dollar. Das Paket umfasst Boni und Aktienoptionen.

Zum Vergleich: Der Medianeinkommens-Mitarbeiter bei EA verdient 126.612 Dollar im Jahr. Wilsons Vergütung liegt beim 305-Fachen davon. Die Schere klafft gewaltig, besonders bitter, weil EA im selben Zeitraum Personal abbaute.

Private Jets aus „Sicherheitsgründen“

Ein Detail aus dem SEC-Filing sorgt für zusätzliche Diskussionen: Wilson fliegt grundsätzlich mit Privatjets, nie kommerziell. Offiziell begründet EA dies mit „persönlicher Sicherheit und der seiner Familie aufgrund von Bedrohungseinschätzungen“.

Konkrete Gefahren werden nicht genannt. Der Privatjet darf Wilson auch privat nutzen, ein Luxus, den sich die meisten Beschäftigten nur von Weitem ansehen können.

Die anderen Spitzenverdiener bei EA

Nicht nur Wilson profitiert. Auch andere Führungskräfte streichen üppige Pakete ein, inklusive Boni und Aktien:

  • Laura Miele (Präsidentin EA Entertainment), 13,7 Millionen Dollar
  • Stuart Canfield (Finanzvorstand), 11,3 Millionen Dollar
  • Jake Schatz (Chefsyndikus), 8,4 Millionen Dollar
  • Mala Singh (Personalchefin), 8,3 Millionen Dollar

Die Zahlen stehen im selben Bericht, der auch über die Entlassungen informiert. Eine interessante Mischung.

Battlefield 6 als Vorzeigeprojekt, aber Stellenabbau

Der Bericht feiert Battlefield 6 als finanziellen Erfolg und lobt EAs KI-Strategie. Laura Miele erklärte kürzlich, KI habe bei den Entwicklern zu einem „echten Kreativitätsschub“ geführt, wer die KI nicht nutzt, bleibt wohl außen vor.

Doch gleichzeitig strich EA Stellen in allen vier Studios des Battlefield-Banners. Der Konzern bezeichnet die Kürzungen als „Neuausrichtung“. Für die betroffenen Entwickler dürfte der Trost mager sein.

Verkauf an Saudi-Arabien auf der Zielgeraden

Die Übernahme von EA durch den Public Investment Fund Saudi-Arabiens hat eine wichtige Hürde genommen: Die EU-Kommission gab grünes Licht. Der Deal ist noch nicht abgeschlossen, aber sobald EA privatisiert ist, verschwinden solche Finanzoffenlegungen für immer aus der Öffentlichkeit.

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