Erste Stimmen zur Serie
Die ersten Kritiken zu Mike Flanagans Carrie-Serie sind da, und sie fallen durchweg positiv aus. Die Adaption des Stephen-King-Klassikers für Prime Video wird als „powerful“ und vor allem als „not at all what you are expecting“ beschrieben. Genau das macht neugierig.
Flanagans Studio und Prime-Video-Deal
Mike Flanagan produziert die Serie über seine Firma Intrepid Pictures, die er 2016 mit Trevor Macy gründete. Das Studio ist bekannt für die Netflix-Erfolge The Haunting of Hill House (2018) und Midnight Mass (2021). 2022 wechselte Flanagan zu Amazon Studios mit einem exklusiven First-Look-Vertrag. Carrie ist seine erste Serie unter diesem Deal.
- Intrepid Pictures hat zuvor sieben Serien und fünf Filme produziert, darunter Gerald's Game (2017) und Doctor Sleep (2019).
- Der Wechsel zu Amazon folgte auf kreative Differenzen mit Netflix über das Projekt The Midnight Club, das nach einer Staffel eingestellt wurde.
Was Fans erwartet
- Flanagan, bekannt für The Haunting of Hill House und Midnight Mass, verfolgt einen eigenen Ansatz.
- Die Serie soll die vertraute Geschichte um Carrie White neu interpretieren und dabei überraschen.
- Erste Berichte deuten auf eine düstere, aber auch emotional tiefe Erzählung hin.
Frühere Carrie-Adaptionen im Vergleich
Stephen Kings Debütroman Carrie (1974) wurde bislang viermal verfilmt. Brian De Palmas Kino-Adaption von 1976 mit Sissy Spacek spielte bei einem Budget von 1,8 Millionen US-Dollar weltweit über 33 Millionen ein und hält bei Rotten Tomatoes 94 %. Das Remake von 2013 mit Chloë Grace Moretz kam auf 35 Millionen US-Dollar Einspiel bei 30 Millionen Budget, erhielt aber nur 49 % Zustimmung. Dazwischen gab es 2002 eine TV-Neuverfilmung auf NBC und 2018 eine Off-Broadway-Musical-Version.
- Keine bisherige Adaption hat die Perspektive der Täter oder der Mutter Margret so ausführlich beleuchtet wie Flanagans Serie.
- Der Roman selbst wurde in über 30 Sprachen übersetzt und gehört zu Kings meistverkauften Titeln mit über 4 Millionen Exemplaren allein in den USA.
Keine Standard-Nacherzählung
Laut den Reaktionen handelt es sich nicht um eine bloße Neuverfilmung des Romans oder des berühmten Films von Brian De Palma. Flanagan scheint die Erwartungen zu unterlaufen, indem er neue Perspektiven und vielleicht andere Zeitebenen einwebt. Das wirkt auf Kritiker frisch und eigenständig.
Flanagans King-Erfolge in Zahlen
Flanagan hat bereits zwei King-Adaptionen abgeliefert: Gerald's Game (Netflix, 2017) wurde von Kritikern gelobt (91 % Rotten Tomatoes) und in der ersten Woche von 12 Millionen Accounts gestreamt. Doctor Sleep (Kino, 2019) spielte bei einem Budget von 45 Millionen US-Dollar weltweit 72 Millionen ein, ein moderater Erfolg, der jedoch als künstlerisch ambitioniert gilt.
- The Haunting of Hill House hatte in den ersten 28 Tagen über 40 Millionen Zuschauer auf Netflix und gilt als Maßstab für Horror-Serien.
- Midnight Mass erreichte 20 Millionen Zuschauer in der ersten Woche und gewann einen Saturn Award.
Wann kommt die Serie?
Ein offizieller Starttermin für Carrie auf Prime Video steht noch aus. Die Dreharbeiten sind abgeschlossen, und die Postproduktion läuft. Wann genau die Serie erscheint, ist bisher nicht bekannt.
Vorfreude auf ein ungewöhnliches King-Erlebnis
Mike Flanagan hat bereits bewiesen, dass er King-Stoffe einfühlsam und unkonventionell adaptieren kann, siehe Gerald's Game und Doctor Sleep. Für Carrie holte er bekannte Gesichter aus seinem Ensemble zurück: Samantha Sloyan aus Midnight Mass und Henry Thomas aus The Haunting of Hill House übernehmen zentrale Rollen. Die Serie wird von Intrepid Pictures produziert und ist Flanagans erste Prime-Video-Produktion nach seinem Wechsel von Netflix.