Frodo ist wieder da, aber nicht lange
Elijah Wood hat seine Rückkehr nach Mittelerde bestätigt. In einem exklusiven Gespräch mit GamesRadar+ spricht der Schauspieler über seine Beteiligung am kommenden Film The Hunt for Gollum.
Wood beschreibt das Projekt als „ein Familientreffen“. Seine Figur Frodo wird darin allerdings nur einen „relatively small“ Part haben.
Warner Bros. und New Line Cinema gaben den Film im Mai 2024 offiziell bekannt. Peter Jackson, Fran Walsh und Philippa Boyens kehren als Produzenten zurück. Der Starttermin ist für 2026 geplant, fast 25 Jahre nach dem ersten Der Herr der Ringe-Film. Die Originaltrilogie spielte weltweit rund 2,9 Milliarden US-Dollar ein und gewann 17 Oscars. The Hunt for Gollum soll als Brücke zwischen Der Hobbit und der Trilogie dienen: Die Handlung orientiert sich an Tolkiens Appendix, in dem Aragorn und Gandalf den verschwundenen Gollum aufspüren. Elijah Wood war zuletzt 2014 in Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere als Frodo zu sehen, sein aktueller Auftritt markiert damit die erste Rückkehr zur Figur seit über einem Jahrzehnt.
„Getting the band back together“
Der Star vergleicht die Zusammenkunft des alten Casts mit einer Band-Reunion. Laut Wood fühle es sich an, „als ob man die Band wieder zusammenhringt“.
- Viele Darsteller aus der Originaltrilogie kehren zurück.
- Wood selbst ist begeistert von der Atmosphäre am Set.
„Es ist einfach schön, all diese Leute wiederzusehen“, so Wood im Interview.
Das Wiedersehen ist kein Zufall: Warner Bros. setzt auf Nostalgie als Zugpferd, ein Trend, der sich durch die gesamte Branche zieht. Star Wars: Das Erwachen der Kraft (2015) oder Ghostbusters: Afterlife (2021) zeigten, wie Altstars alte Franchises neu beleben. Bei The Hunt for Gollum sind neben Wood vermutlich auch Ian McKellen (Gandalf) und Liv Tyler (Arwen) mit an Bord; offizielle Bestätigungen stehen noch aus. Andy Serkis, der Gollum spielte und bereits bei Der Hobbit als Second-Unit-Regisseur arbeitete, übernimmt die Regie. Serkis ist kein Neuling: Er inszenierte zuletzt das britische Drama Mowgli: Legend of the Jungle (2018) und den Blockbuster Venom: Let There Be Carnage (2021). Die Produktion des neuen Herr der Ringe-Films läuft seit Frühjahr 2025 in Neuseeland, wo auch die Originaltrilogie gedreht wurde. Das Budget des Films wird auf rund 250 Millionen Dollar geschätzt, eine übliche Summe für ein Fantasy-Epos dieser Größenordnung.
Kleine Rolle, große Vorfreude
Obwohl Frodo nur wenig Screentime bekommt, zeigt sich der Schauspieler zufrieden. „Ich bin froh, überhaupt dabei zu sein“, sagt er.
Der kommende Film The Hunt for Gollum versammelt die vertraute Besetzung. Wood selbst spricht von einem „Familientreffen“, aber Frodo bleibt nur ein kurzer Gast.
Frodos geringe Präsenz ist narrativ logisch: In der Vorlage, Tolkiens Anhängen zu Der Herr der Ringe, erscheint der Hobbit während der Jagd auf Gollum nicht. Der Film spielt zwischen Die Gefährten und Die zwei Türme, als Frodo bereits allein unterwegs ist. Woods Auftritt dürfte in einer Rahmenhandlung oder einem Prolog stattfinden. Ähnlich knappe Rollen hatten frühere Rückkehrer in Legacy-Sequels: Harrison Ford spielte in Star Wars: Das Erwachen der Kraft nur wenige Minuten als Han Solo, Mark Hamill als Luke Skywalker noch weniger. Das Publikum reagierte dennoch euphorisch. Elijah Wood selbst zeigte sich in Interviews gelassen: „Es geht nicht um die Länge der Rolle, sondern um die Freude, wieder in diese Welt einzutauchen.“ Die Dreharbeiten für seine Szenen seien bereits abgeschlossen. Ob weitere Originaldarsteller wie Viggo Mortensen (Aragorn) oder Orlando Bloom (Legolas) folgen, ist noch offen, ihre Gagenforderungen gelten als hoch, und die Verfügbarkeit ist begrenzt. Die für 2026 geplante Kinoveröffentlichung konkurriert direkt mit dem nächsten Star Wars-Film und einem neuen Avatar. Warner Bros. setzt auf die treue Fangemeinde: Allein die beiden Vorgänger-Trilogien spielten zusammen über 5,8 Milliarden US-Dollar ein. Die Frage ist, ob The Hunt for Gollum diesen Erfolg wiederholen kann.