Zurück in die Sengoku-Zeit
Die Expeditions-Reihe aus Dänemark verlässt Rom und Wikinger. Mit Expeditions: Samurai geht es ins Japan der Sengoku-Periode.
Das Spiel ist bereits erhältlich und stellt euch vor die Aufgabe, euch vom Niemand zum gefürchteten Samurai hochzuarbeiten. Im Gepäck: eine Mischung aus Stealth, Koop und Entscheidungen mit Gewicht.
Schleichen, planen, zuschlagen
- Ihr bewegt euch durch Bambuswälder, verlassene Tempel und Burgen.
- Stealth ist kein optionales Extra, sondern zentral: Deckung nutzen, Wachen ausschalten, Schatten ausreizen.
- Im Koop-Modus plant ihr mit bis zu drei Freunden koordinierte Angriffe oder schleicht euch gemeinsam an Feinden vorbei.
Die Umgebungen fordern taktisches Denken. Ein falscher Schritt alarmiert die Wache, und plötzlich steht ihr einer Übermacht gegenüber.
Entscheidungen formen den Aufstieg
- Dialoge, Aktionen und Allianzen beeinflussen den Verlauf der Geschichte.
- Werdet ihr zum ehrenhaften Bushi oder zum pragmatischen Überlebenskünstler?
- Mehrere Enden warten, je nachdem, wem ihr vertraut und wen ihr verratet.
Der Weg zum Samurai ist kein gerader Pfad. Jede Wahl kann Bündnisse kosten oder neue Türen öffnen.
Technik und Atmosphäre
Grafisch bleibt Expeditions: Samurai dem vertrauten Stil der Reihe treu. Die Umgebungen fangen die japanische Ära ein: Reisfelder, Pagoden, Schlachtfelder.
Der Soundtrack setzt sparsame, aber treffende Akzente. Kein Overkill, eher untermalende Tradition.
Das Spiel läuft auf PC und den aktuellen Konsolen. Wer taktische Rollenspiele mit historischem Setting mag, sollte hier zugreifen.
Entwickler und Studio
Logic Artists, das dänische Studio hinter der Expeditions-Reihe, wurde 2007 von ehemaligen Mitarbeitern von IO Interactive gegründet. Ihr erster Titel Expeditions: Conquistador startete 2013 per Kickstarter und sammelte über 100.000 Dollar ein. Es folgten Expeditions: Viking (2017, rund 300.000 verkaufte Exemplare) und Expeditions: Rome (2022, mit über 500.000 Einheiten). Die Serie verkaufte sich insgesamt mehr als 1,5 Millionen Mal. Expeditions: Samurai ist der vierte Teil und der erste, der auf Mehrspieler setzt.
Einordnung in das Genre
Historische Taktikspiele mit Stealth-Fokus sind eine Nische. Shadow Tactics: Blades of the Shogun (2016, über 500.000 Verkäufe) und Desperados III (2020) von Mimimi Games bewiesen die Nachfrage. Anders als diese Echtzeit-Taktiktitel ist Expeditions: Samurai rundenbasiert, die Planung pro Zug erlaubt mehr Teamkoordination. Der Koop-Modus für bis zu vier Spieler ist zudem ein Alleinstellungsmerkmal: In der Nische gibt es kaum Alternativen. Auch das Entscheidungssystem mit mehreren Enden unterscheidet das Spiel von linearen Stealth-Abenteuern.
Vergleich mit den Vorgängern
Die Kampagnen von Expeditions: Viking (ca. 35 Stunden) und Expeditions: Rome (ca. 45 Stunden) setzten auf große Schlachten und eine feste Gruppe von Begleitern. Samurai bricht mit diesem Muster: Statt Massengefechten dominieren kleine Einsätze, und statt KI-Begleitern treten menschliche Mitspieler in den Vordergrund. Die Zahl der Hauptmissionen liegt bei 18, die Spielzeit beträgt rund 20 Stunden. Ein Free-Update soll später eine Einzelspieler-Kampagne mit KI-Begleitern nachliefern, ein Zugeständnis an die Serientradition.