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Faker als Ehrenpolizist: League-of-Legends-Legende kämpft gegen Online-Glücksspiel
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Faker als Ehrenpolizist: League-of-Legends-Legende kämpft gegen Online-Glücksspiel

Der berühmteste LoL-Profi der Welt tritt der südkoreanischen Polizei bei, als Botschafter zur Prävention von Cyber-Gambling. Ein Jahr nachdem Riot Wett-Sponsoring erlaubte.

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Tommes Parzl
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Faker trägt jetzt Uniform, aber nicht im Summoner’s Rift

Der wohl legendärste League of Legends-Spieler aller Zeiten wechselt die Rollen. Faker, bürgerlich Lee Sang-hyeok, wurde zum Ehrenpolizisten der südkoreanischen Nationalpolizei ernannt. Sein Auftrag: als “Botschafter für Cyber-Glücksspiel-Prävention” junge Menschen vor Online-Wetten zu schützen.

Die Aktion kommt genau ein Jahr, nachdem Riot Games offiziell “Betting Sponsorships” für das Spiel eingeführt hatte. Ein heikler Balanceakt zwischen Geschäft und Vorbildfunktion.

Von Riot-Geld zu Polizei-Dienst?

  • 2025 erlaubte Riot Wettanbieter-Sponsoren in Ligen und bei Turnieren.
  • Kritiker warnten damals vor einer Normalisierung von Glücksspiel im Esport.
  • Jetzt setzt Südkorea ausgerechnet Faker als Gegenpol ein, den integresten Star der Szene.

Der Schritt zeigt: Selbst die weltweit erfolgreichste League of Legends-Liga (LCK) kämpft mit den Nebenwirkungen ihrer eigenen Kommerzialisierung. Faker, der seit 2013 nie in einen Doping- oder Wett-Skandal verwickelt war, soll hier als glaubwürdiges Aushängeschild wirken.

Was bedeutet das für die Szene?

Die Ironie ist offensichtlich: Derselbe Spieler, der in offiziellen Riot-Streams vor Millionen Zuschauern spielt, wirbt nun auf Polizei-Plakaten gegen das, was seine Arbeitgeber finanzieren. Doch genau diese Spannung macht die Botschaft stark.

Faker selbst sagte in der Vergangenheit, er spiele nur aus Leidenschaft, nicht für Geld. Seine neue Rolle unterstreicht diesen Ethos, auch wenn Riot weiterhin Millionen mit Wett-Partnern verdient.

Kein Witz: Faker patrouilliert digital

Die Ernennung ist kein PR-Gag. Faker erhält eine offizielle Ehrenplakette und wird in Aufklärungskampagnen mitwirken, auf Twitch, in Schulen und über soziale Medien. Südkorea hat eine der höchsten Spielsuchtraten weltweit, gerade unter Jugendlichen.

Ob Faker jemals Streife läuft? Eher nicht. Aber seine Stimme gegen Online-Glücksspiel wiegt schwerer als jede Polizeisirene.

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