Eine Legende für den Esports World Cup
Lee 'Faker' Sang-hyeok übernimmt eine neue Rolle als Game Ambassador für den Esports World Cup (EWC) sowie den Esports World Club (ENC). Diese Zusammenarbeit ist bis ins Jahr 2028 vertraglich fixiert.
Der südkoreanische Profi gilt als das Gesicht von League of Legends. Sein Bekanntheitsgrad reicht weit über die Grenzen der Gaming-Szene hinaus.
Die Hintergründe des EWC und der Veranstalter
Der Esports World Cup wird von der Esports World Cup Foundation organisiert, einer Non-Profit-Organisation mit Sitz in Riad. Sie wird maßgeblich durch den staatlichen Public Investment Fund (PIF) aus Saudi-Arabien finanziert.
Das Turnier fungiert als Nachfolger der Gamers8-Events, die in den Jahren 2022 und 2023 in Saudi-Arabien stattfanden. Die erste offizielle Ausgabe des EWC fand im Sommer 2024 statt und bot ein Preisgeld von über 60 Millionen US-Dollar.
Prominente Unterstützung für die EWC
Faker ergänzt eine Riege internationaler Sportgrößen, die für das Turnier werben. Die Liste der Botschafter umfasst nun diese bekannten Namen:
- Cristiano Ronaldo, der Weltstar des Fußballs.
- Magnus Carlsen, der ehemalige Schachweltmeister.
- Lee 'Faker' Sang-hyeok, die Ikone des Esports.
Die Einbindung von Cristiano Ronaldo steht im Zusammenhang mit dessen Engagement in der saudi-arabischen Saudi Pro League beim Verein Al-Nassr FC. Magnus Carlsen wiederum repräsentiert die Schnittstelle zwischen klassischem Denksport und digitalen Wettkampfformaten.
Fakten zu Faker und seinem Team
Faker spielt seit seinem Debüt im Jahr 2013 für das südkoreanische Team T1, das ehemals unter dem Namen SK Telecom T1 antrat. Er gewann bisher viermal die League of Legends World Championship (2013, 2015, 2016, 2023).
Das Team T1 ist eine der erfolgreichsten Organisationen in der Geschichte von League of Legends. Die Organisation wurde von SK Telecom gegründet und ist seit 2019 ein Joint Venture zwischen SK Telecom und Comcast Spectacor.
Branchenkontext und Vergleichswerte
Der EWC konkurriert mit etablierten Turnierserien wie der Intel Extreme Masters (IEM) von ESL FACEIT Group oder den The International-Turnieren für Dota 2. Während traditionelle Majors meist auf eine Spieletitel fokussiert sind, verfolgt der EWC einen Multi-Game-Ansatz.
Im Jahr 2024 umfasste das Programm des EWC 22 verschiedene Spieletitel. Zu den Inklusionen zählten neben League of Legends auch Titel wie Counter-Strike 2, Dota 2, Street Fighter 6 und StarCraft II.
Fokus auf die kommenden Jahre
Die Esports Foundation setzt mit der Verpflichtung von Faker ein Zeichen für die langfristige Ausrichtung ihrer Veranstaltungen. Mit der festen Zusage bis 2028 bleibt der Spieler dem Projekt über einen Zeitraum von vier Jahren verbunden.
Die Einbindung solcher Persönlichkeiten zeigt den Stellenwert, den die Organisation dem EWC beimisst. Faker repräsentiert dabei die Verbindung zwischen traditionellem E-Sport und weltweiter Aufmerksamkeit.
Ökonomische Dimensionen der Partnerschaft
Die Verpflichtung von Akteuren wie Faker korrespondiert mit der Strategie der Regierung Saudi-Arabiens, im Rahmen der Vision 2030 den Sektor Gaming und E-Sport als wirtschaftliches Standbein auszubauen. Die Savvy Games Group, ebenfalls Teil des Public Investment Fund, investierte bereits Milliarden in die Übernahme von Unternehmen wie ESL und FACEIT.
Die Kooperation mit Einzelpersonen wie Faker dient dazu, dem EWC eine Legitimität in den westlich geprägten E-Sport-Communities zu verleihen. Die Gaming-Community reagierte auf die Investitionen aus Saudi-Arabien in der Vergangenheit differenziert aufgrund der Menschenrechtslage im Land.
Die Teilnahme von T1 und Faker am EWC 2024 war ein entscheidender Faktor für die Zuschauerzahlen des Turniers. Das Finale von League of Legends beim EWC erzielte in der Spitze über 1,1 Millionen gleichzeitige Zuschauer auf Plattformen wie Twitch und YouTube.