Glorious: Vom Maushersteller zum Headset-Pionier
Glorious wurde 2014 in Texas gegründet und startete mit der Model O-Maus, die durch ihr ultraleichtes Gewicht und offenes Design bekannt wurde. Das Unternehmen blieb lange auf Mäuse und Tastaturen fokussiert, bis 2022 mit dem GHS das erste Headset erschien. Es folgte das GHS Pro mit abnehmbarem Mikrofon. Das GHS InfinitePlay ist die dritte Generation und bringt erstmals den hot-swappable Akku, ein Feature, das Glorious von der Konkurrenz abhebt. Die Firma setzt weiterhin auf Nischenfunktionen statt auf auditive Spitzenleistung.
Vielseitig, aber mit einer klaren Achillesferse
Das Glorious GHS InfinitePlay ist ein Headset, das vor allem durch sein hot swappable Battery-System auffällt. PCGamer bezeichnet es als vielseitig, doch der große Wurf bleibt aus, bis auf die Akku-Funktion.
Der Akku-Trick: nie wieder Lade-Pause
- Der Clou: Der Akku lässt sich im laufenden Betrieb tauschen, ohne dass das Headset ausgeht.
- Für Marathon-Sessions oder Gamer, die das Ladekabel ständig vergessen, ist das ein echter Lebensretter.
- PCGamer lobt dieses Feature als beeindruckend, und das zu Recht.
Der Rest: funktional, aber unspektakulär
- Die Audioqualität wird als durchschnittlich beschrieben, weder schlecht noch herausragend.
- Verarbeitung und Materialien wirken solid, aber nicht premium.
- Der Tragekomfort reicht für längere Sitzungen, kann aber mit Oberklasse-Modellen nicht mithalten.
Für wen lohnt sich der Kauf?
Gamer, die häufig das Aufladen vergessen oder in Gruppen spielen, profitieren vom Wechselsystem. Wer audiophile Ansprüche hat oder höchsten Tragekomfort sucht, sollte lieber zu spezialisierten Headsets greifen.
Technische Einordnung: Akku-Kapazität und Marktvergleich
Der mitgelieferte Akku liefert laut PCGamer 20 Stunden Laufzeit, der Ersatzakku kostet rund 30 Euro. Ähnliche Hotswap-Lösungen bieten etwa SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless (Basisstation mit zwei Akkus, 40 Stunden) oder das Corsair Virtuoso RGB Wireless XT (nur ein Akku, kein Hotswap). Das GHS InfinitePlay ist das einzige Modell unter 150 Euro, das echten Batteriewechsel während des Betriebs erlaubt. Nachteil: Der Akku sitzt im rechten Ohrbügel, was das Gewicht auf 320 Gramm erhöht, 40 Gramm mehr als das Vorgängermodell GHS Pro.
Kein Alleskönner, aber ein cleverer Spezialist
Das GHS InfinitePlay ist kein Headset für alle Fälle. Seine eine starke Funktion, der hot swappable Akku, macht es aber für eine bestimmte Zielgruppe sehr attraktiv. PCGamer nennt es zu Recht „just okay otherwise“. Das reicht für den Alltag, aber nicht für den Thron.
Konkurrenzvergleich: Wie schlägt sich das GHS InfinitePlay?
Gegenüber HyperX Cloud Alpha Wireless (300 Stunden Akku, aber nicht wechselbar) oder Logitech G Pro X Wireless Lightspeed (20 Stunden, fest verbaut) bietet das Glorious den Vorteil der unbegrenzten Nutzung, solange man einen geladenen Ersatzakku parat hat. Für Multiplayer-Enthusiasten, die in 8-Stunden-Sessions spielen, ist das ein echter Vorteil. Allerdings fehlen Features wie ANC (aktive Geräuschunterdrückung) oder multipoint Bluetooth, die bei Headsets der 200-Euro-Klasse Standard sind. Der Preis von 130 Euro platziert das GHS InfinitePlay im unteren Mittelfeld, genau dort, wo Glorious mit seiner Nischenstrategie punktet.