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Höhere Preise, weniger Boxen: Will überhaupt noch jemand neue Konsolen?
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Höhere Preise, weniger Boxen: Will überhaupt noch jemand neue Konsolen?

Ein Meinungsbeitrag hinterfragt, ob die aktuellen Preis- und Digitaltrends den Reiz neuer Hardware killen. Wir analysieren die Stimmung.

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Dennis Adam
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Mehr Geld, weniger Konsole

Die aktuelle Konsolengeneration zeigt ein schmerzhaftes Muster: Wir zahlen mehr und bekommen weniger. Die UVPs klettern, während Features wie Disc-Laufwerke optional oder ganz gestrichen werden.

Der Spielekauf wird ebenfalls teurer. 70 Euro sind inzwischen Standard, oft fehlen selbst grundlegende Optimierungen zum Release. Das Gefühl, für sein Geld echten Gegenwert zu bekommen, schwindet.

Physische Spiele vor dem Kollaps

Physical Games stehen buchstäblich unter Wasser. Immer mehr Publisher reduzieren Disc-Auflagen oder liefern nur noch leere Hüllen mit Download-Codes.

Das hat Folgen:

  • Kein Gebrauchtmarkt mehr
  • Keine Möglichkeit, Spiele zu tauschen oder zu verschenken
  • Abhängigkeit von Servern und Lizenzen
  • Sammler und Retro-Fans sehen ihre Leidenschaft ignoriert

Fehlende Killer-Argumente

Wo bleibt der Grund, eine neue Kiste zu kaufen? Die aktuelle Hardware (PS5, Xbox Series X) hat kaum exklusive Titel, die die Anschaffung rechtfertigen.

Die Versprechen von Raytracing und 4K/60 fps sind oft Theorie. Stattdessen kämpfen Entwickler mit Optimierungen für zwei ähnliche Architekturen. Der Mehrwert zur Vorgängergeneration fällt mau aus.

Die Retro-Perspektive

Aus Sicht eines Retro-Fans ist die Lage absurd. Alte Konsolen laufen auf einfacher Technik, haben aber volle Spiele auf Disc und Preis-Leistungs-Verhältnisse, die heute Utopie sind.

Nintendo mit der Switch hat gezeigt, dass Hybrid-Konzepte und starke Eigenproduktionen ziehen. Aber selbst dort schleichen sich Digital-Zwänge und steigende Preise ein. Die Frage ist nicht, ob jemand neue Konsolen will, sondern ob die Industrie den Preis dafür zahlt.

Ende mit offener Rechnung

Die Meinung von GamesRadar+ bringt es auf den Punkt: Die Konsolenbranche schlingert zwischen Gier und Gleichgültigkeit gegenüber den Spielern. Physische Spiele sind das Kanarienvögelchen im Bergwerk. Wenn es stirbt, bleibt nur ein digitales, teures Ökosystem, und die Frage, ob sich der Umstieg auf neue Hardware dann noch lohnt.

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