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Hasbro räumt auf: 56-Millionen-Dollar-Abschreibung, Fokus auf weniger, aber größere Spiele
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Hasbro räumt auf: 56-Millionen-Dollar-Abschreibung, Fokus auf weniger, aber größere Spiele

Hasbro streicht zukünftige Projekte, nimmt 56 Millionen Dollar Verlust und setzt auf Kernmarken wie Magic und Dungeons & Dragons, Monopoly Go bleibt das Maß aller Dinge.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Milliardenschwere Pleiten und ein harter Schnitt

Hasbros große Pläne für die Videospiel-Zukunft haben einen Dämpfer bekommen. Der Spielzeug- und Verlagskonzern verbuchte im zweiten Quartal eine Abschreibung von 56 Millionen Dollar für Spiele, die erst ab 2028 erscheinen sollten.

CEO Chris Cocks spricht Klartext: „Wir haben unser Portfolio durchforstet und mehrere Titel gestrichen.“ Die nicht zahlungswirksame Wertberichtigung, ein unerwarteter Wertverlust, betrifft vor allem Projekte für 2028 und später.

Vier Prioritäten: Fokus, Kosten, Plattformen, Partner

  • Fokus: Hasbro will sich auf Trading Card Games und Rollenspiele konzentrieren, insbesondere Magic: The Gathering und Dungeons & Dragons.
  • Kostendisziplin: Die jährlichen Digital-Ausgaben sinken. Statt vieler kleiner Projekte setzt man auf wenige, vielversprechende.
  • Eigene Plattformen: Wo möglich, behält Hasbro die Kontrolle über Technik und Vertrieb.
  • Partnerschaften: Erfolgsbeispiel Scopely, mit Monopoly Go soll der Lifetime-Umsatz noch 2026 die 8-Milliarden-Dollar-Marke knacken.

Cocks bekräftigt: „Wir konzentrieren uns auf Franchises, bei denen wir das stärkste Recht zu gewinnen haben.“

Was bleibt? Exodus, Warlock und GI Joe

Die Sci-Fi-Adventure Exodus und das D&D-Spiel Warlock sind weiterhin für 2027 geplant. Auch der GI-Joe-Titel von Atomic Arcade (mit Snake Eyes) ist trotz Entlassungen in diesem Jahr noch in Entwicklung.

Gestrichen wurde dagegen das D&D-Singleplayer-Action-Adventure von Giant Skull, dem Studio von Ex-God of War-Regisseur Stig Asmussen. Die Absage kam bereits im Mai.

Die Lehren aus Baldur’s Gate 3 und Monopoly Go

Hasbro hatte 2022 sechs interne Studios gegründet und laut Dan Ayoub (damals Digitalchef) 1 Milliarde Dollar in Invoke, Archetype, Skeleton Key und Atomic Arcade gesteckt. Doch 2023 wurden fünf Projekte gecancelt, es folgten Massenentlassungen.

Ayoub betonte 2024, dass keines der damaligen Projekte als Games-as-a-Service konzipiert war. Die Strategie: lieber ein Baldur’s Gate 3 (von Larian) oder Monopoly Go (von Scopely) als viele mittelmäßige Livedienste.

Hasbro setzt nun auf wenige, hochkarätige Titel statt auf eine breite Palette, ein riskanter, aber klarer Kurs. Die 56 Millionen Dollar sind der Preis für diese Neuausrichtung.

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