Was sich ändert
Am 27. Mai erscheint für Helldivers 2 ein technisches Update, das in Zusammenarbeit mit dem Partner Nixxes entwickelt wurde. Das Ziel dieser Anpassungen liegt in einer verbesserten Stabilität, reduzierten Latenzzeiten und der Integration neuer Upscaling-Verfahren über alle Plattformen hinweg.
Das schwedische Studio Arrowhead Game Studios mit Sitz in Stockholm zeichnet für die Entwicklung verantwortlich. Gegründet wurde das Unternehmen 2008 von ehemaligen Studenten des Luleå Institute of Technology.
Bekanntheit erlangte die Gruppe zunächst durch den Titel Magicka, der 2011 über Paradox Interactive veröffentlicht wurde. Später folgten Projekte wie Gauntlet (2014) und das erste Helldivers (2015).
Die Zusammenarbeit mit Nixxes Software ist eine Reaktion auf die technischen Hürden seit dem Launch im Februar 2024. Der niederländische Entwickler gehört seit 2021 zu Sony PlayStation und spezialisiert sich seit Jahrzehnten auf Portierungen und technische Optimierungen für PC-Umgebungen.
Die wichtigsten Änderungen
Das Update fokussiert sich auf visuelle Optimierungen und eine flüssigere Bildwiedergabe:
- Upscaling-Support: Integration von PCFSR 4.0.3, FSR 3.1.5, DLSS 4.5 und XeSS 3.0.
- Konsolen-Support: PSSR 1 (PS5 Pro), FSR 3.1 (PS5 und Xbox).
- Visuelle Optimierungen: Einführung von Variable Refresh Rate (PS5/PS5 Pro) und Variable Rate Shading.
- Dynamische Auflösung: Dynamic Resolution Scaling ist nun für PS5, Xbox Series X und PC verfügbar.
- Auflösungs-Anpassungen: Erhöhung auf 1440p im „Performance“-Preset auf PS5 und Xbox Series X sowie im „Quality“-Preset bei PS5 Power Saving Mode.
- Eingabe-Latenz: NVIDIA Reflex wurde für Nutzer mit NVIDIA GPUs implementiert, um Reaktionszeiten zu verkürzen.
Die Integration von PSSR (PlayStation Spectral Super Resolution) deutet auf eine gezielte Vorbereitung für Hardware-Revisionen hin. Variable Rate Shading (VRS) reduziert die Rechenlast, indem es die Shading-Rate in weniger detaillierten Bildbereichen senkt.
Branchenkontext und Vergleich
Die technische Aufbereitung nach dem Verkaufsstart folgt einem Muster, das bei Live-Service-Titeln zunehmend üblich ist. Helldivers 2 erreichte nach dem Release im Februar 2024 innerhalb kurzer Zeit über 12 Millionen verkaufte Einheiten auf Steam und PlayStation 5.
Vergleichbare Kooperationen zeigen sich etwa bei Titeln wie Cyberpunk 2077 oder Remnant 2. Diese Spiele erhielten nach dem Start ebenfalls massive technische Patches, um die Performance bei hoher CPU-Last in Gefechten zu halten.
Der Einsatz von FSR 3 und DLSS ist für moderne Titel mittlerweile Standard geworden, um auf verschiedenster Hardware-Konfigurationen stabile Bildraten zu ermöglichen. Bei Helldivers 2 war dies besonders notwendig, da das Spiel auf der mittlerweile eingestellten Autodesk Stingray Engine basiert.
Was Spieler beachten sollten
Diese technischen Anpassungen zielen darauf ab, die Performance in grafisch anspruchsvollen Spielsituationen zu stabilisieren. Die neuen Upscaling-Optionen bieten Spielern die Möglichkeit, die Bildqualität an ihre spezifische Hardware anzupassen. Durch das Variable Rate Shading wird die GPU-Last in bestimmten Bildbereichen verringert, ohne die wahrnehmbare Qualität zu beeinträchtigen. Die Unterstützung für NVIDIA Reflex bietet PC-Spielern zudem eine direktere Steuerung in intensiven Gefechten. Das Update wird am 27. Mai automatisch über die jeweiligen Plattform-Launcher bereitgestellt.
Die Autodesk Stingray Engine stellt Entwickler vor Herausforderungen, da der Support durch Autodesk bereits 2018 offiziell beendet wurde. Arrowhead muss daher seit Jahren eigene Lösungen für die Integration aktueller Schnittstellen wie DirectX 12 oder moderne Upscaler entwickeln.
Spieler sollten nach der Installation des Patches die Grafikeinstellungen im Menü prüfen, da die neuen Optionen für DLSS oder FSR unter Umständen manuell aktiviert werden müssen. Die Performance-Gewinne durch NVIDIA Reflex sind besonders bei hohen Bildwiederholraten von 120Hz oder mehr messbar.
Die Version 3.1.5 von FSR gilt innerhalb der Industrie als präziser bei der Darstellung von Texten und UI-Elementen im Vergleich zu älteren Iterationen. Die Implementierung von Variable Refresh Rate auf der PlayStation 5 erfordert zudem einen kompatiblen Monitor oder Fernseher mit HDMI 2.1-Schnittstelle.