Taktische Rückkehr bestätigt
Ubisoft hat im Rahmen des Jubiläumsstreams zum 25-jährigen Bestehen der Ghost Recon-Marke den nächsten Teil der Serie offiziell bestätigt. Die Ankündigung beendet eine längere Phase der Spekulationen über die Zukunft des taktischen Shooters.
Was bisher bekannt ist
Ubisoft hält sich bei den Inhalten des neuen Projekts bisher bedeckt und verzichtet auf die Veröffentlichung von Trailern oder ersten Screenshots. Das Unternehmen bestätigt lediglich die laufende Entwicklung durch interne Studios.
- Status: Die Produktion ist offiziell gestartet.
- Plattformen: Offiziell nicht genannt, jedoch sind Veröffentlichungen für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S wahrscheinlich.
- Zeitplan: Ein konkretes Datum für den Release existiert gegenwärtig nicht.
Erwartungen an das Franchise
Die Erwartungen an den neuen Teil sind gespalten, da die letzten Ableger Ghost Recon Breakpoint und Ghost Recon Wildlands den Fokus stark in Richtung Open-World-Action verschoben haben. Fans der ersten Stunde fordern eine Rückkehr zur langsameren Taktik der ursprünglichen PC-Titel.
- Kernanforderung: Verbesserte KI der Teammitglieder und authentische militärische Ausrüstung.
- Gameplay-Wunsch: Fokus auf Planung und Koordination statt reiner Feuergefechte.
Ein Blick auf die Historie
Die Serie startete im Jahr 2001 als Tom Clancy’s Ghost Recon, entwickelt von Red Storm Entertainment. Der Titel definierte damals das Genre der taktischen Shooter auf dem PC, indem er tödliche Schusswechsel und eine realistische Schadensmechanik in den Vordergrund stellte.
- 2001: Ghost Recon (PC) legt den Grundstein.
- 2006: Ghost Recon Advanced Warfighter markiert den Sprung in die High-Definition-Ära und führte Cross-Com-Technologien ein.
- 2012: Ghost Recon Future Soldier experimentiert mit High-Tech-Gadgets und Tarntechnologien.
- 2017: Ghost Recon Wildlands integriert das Franchise in Ubisofts Open-World-Struktur.
Studio-Historie und Entwickler
Für die Entwicklung neuer Projekte innerhalb der Marke zeichnen meist Ubisoft Paris oder Ubisoft Milan verantwortlich. Diese Studios betreuen die Serie seit der Ära von Future Soldier und waren maßgeblich für die Konzeption der Open-World-Strukturen verantwortlich.
- Ubisoft Paris: Hauptverantwortlich für die letzten beiden großen Releases Wildlands und Breakpoint.
- Expertise: Das Studio verfügt über Erfahrung mit der Anvil-Engine, die bereits bei der Assassin’s Creed-Serie zum Einsatz kommt.
- Interne Strukturen: Die Entwicklerteams arbeiten bei großen Marken oft in Kollaboration mit Ubisoft Bukarest oder Ubisoft Belgrad, um Ressourcen für technische Aspekte wie Netzcode oder KI zu bündeln.
Branchenkontext und Vergleich
Die Positionierung von Ghost Recon im aktuellen Markt ist schwierig, da das Genre der Taktik-Shooter heute stark fragmentiert ist. Titel wie Ready or Not oder Ground Branch besetzen die Nische der Hardcore-Simulation, während Call of Duty den Bereich der schnellen Shooter dominiert.
- Konkurrenz: Arma 4 von Bohemia Interactive bleibt der größte Wettbewerber im Bereich militärischer Simulationen.
- Strategie: Ubisoft muss entscheiden, ob das neue Spiel die breite Masse der Open-World-Spieler anspricht oder die Nische der Taktik-Puristen zurückgewinnen will.
- Marktveränderungen: Seit dem Release von Breakpoint im Jahr 2019 hat sich der Trend zu „Games as a Service“ gewandelt, was die Ausrichtung des kommenden Titels stark beeinflussen wird.
Finanzielle Einordnung
Die Marke Ghost Recon zählt zu den umsatzstärksten Marken des Unternehmens, obwohl Breakpoint zum Start im Jahr 2019 hinter den internen Erwartungen zurückblieb. Ubisoft reagierte darauf mit umfangreichen Updates, darunter die Einführung des „Immersive Mode“, welcher HUD-Elemente reduzierte und die Taktikdichte erhöhte.
- Wildlands verkaufte sich laut Geschäftsberichten millionenfach und erreichte eine hohe Spielerbasis über mehrere Jahre.
- Das neue Projekt muss laut Analysten die Marke nach der kritischen Aufnahme von Breakpoint stabilisieren.
- Die Entwicklungskosten für AAA-Titel liegen bei Ubisoft aktuell meist im Bereich von 100 bis 200 Millionen Euro pro Projekt.
Bisher hat Ubisoft keine Informationen zur Engine des neuen Titels bekannt gegeben.