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Kulturelles Armutszeugnis: Die vergessene Internationale Computerspielesammlung
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Kulturelles Armutszeugnis: Die vergessene Internationale Computerspielesammlung

Die ICS bewahrt über 60.000 Spiele, doch die Politik zeigt kaum Interesse an diesem einzigartigen digitalen Kulturgut.

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Tommes Parzl
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Ein Schatz im Verborgenen

Die Internationale Computerspielesammlung (ICS) existiert seit 2017, und ist dennoch kaum im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Dabei ist sie das weltweit größte physische Archiv für digitale Spiele.

Mehr als 60.000 Titel aus den Beständen des Computerspielemuseums Berlin, der USK und der Universität Leipzig werden dort gebündelt. Ziel: Forschung und Nachwelt sichern.

Was die ICS wirklich leistet

  • Bewahrung von Originalmedien, von Diskette bis Blu-ray
  • Systematische Katalogisierung für Wissenschaftler
  • Schutz vor dem digitalen Verfall physischer Datenträger

Ohne die ICS würden viele Spiele für immer verschwinden. Patches, Updates und DRM machen das ohnehin schon schwer genug.

Warum das ein Armutszeugnis ist

Die Politik fördert Museen für Gemälde oder Bücher mit Millionenbeträgen. Die ICS aber, ein Archiv der interaktiven Kultur, bleibt eine Randnotiz.

Dabei ist Computerspielgeschichte Kulturgeschichte, von Pong bis Elden Ring. Wer sie nicht bewahrt, verliert mehr als nur alte Pixel.

Ein Fakt zum Schluss

Die ICS wartet seit ihrer Gründung auf eine dauerhafte, staatlich gesicherte Finanzierung. Bis dahin retten Freiwillige und ein paar Institutionen, was die Politik liegen lässt.

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