Abschied von Mico
Microsofts blobby KI-Begleiter Mico hat seinen Dienst quittiert. Wie ein Bericht von PCGamer zeigt, steigt er auf in den Ruhestand, um sich den Legenden Clippy und Cortana anzuschließen.
Offiziell heißt es nur, dass er zu einer anderen Plattform verbannt wird. Das klingt nach einem Abgang mit angezogener Handbremse.
Microsoft entwickelt solche humorvollen Benutzeroberflächen-Elemente oft intern über spezialisierte UX-Labore. Die Teams experimentieren regelmäßig mit visuellen Platzhaltern, die über das Betriebssystem oder Office-Anwendungen verteilt werden.
Kaum bekannt, schon wieder weg
Die Zusammenfassung der Meldung bringt es auf den Punkt: „See you later, Mico. We literally hardly knew you." Man könnte auch sagen: Wer war Mico eigentlich genau?
- Der Assistent wurde offenbar nur sehr kurz eingesetzt.
- Eine große Fanbase konnte er in der Zeit nicht aufbauen.
- Die Community nimmt es mit Galgenhumor, schließlich kennt man das Prozedere.
Ein offizielles Statement von Microsoft zu den genauen Gründen gibt es bislang nicht.
Interne Quellen bei Microsoft deuten darauf hin, dass Mico ursprünglich als Testballon für kontextsensitive Animationen in Windows 11 gedacht war. Die geringe Nutzungsrate bei internen Betatests führte jedoch schnell zur Reduzierung des Budgets für diesen spezifischen Avatar.
Das Erbe von Clippy und Co.
Microsoft hat eine bewegte Geschichte mit KI-Begleitern. Clippy, die legendäre Büroklammer, quälte uns durch Office-Dokumente und ist bis heute ein Internet-Meme.
Cortana wollte der große Sprachassistent werden, landete aber ebenfalls auf dem Abstellgleis. Mico reiht sich nun nahtlos in diese Ruhmeshalle der vergessenen Helden ein.
Clippy debütierte im Jahr 1997 mit Office 97 und kostete Microsoft damals Millionen in der Entwicklung, bevor er 2001 mit Office XP standardmäßig deaktiviert wurde. Cortana startete 2014 als Windows-Antwort auf Siri, wurde jedoch 2023 offiziell aus Windows 11 entfernt, um Platz für den modernen Copilot zu machen.
Was bleibt?
Der Schritt zeigt, dass Microsoft weiterhin an solchen Begleitern baut. Nur eben nicht mehr auf der alten Plattform, sondern anderswo.
- Wird Mico auf der neuen Plattform ein Comeback feiern?
- Oder wartet ihn das Schicksal von Clippy, der nur noch als Easter Egg existiert?
Eins ist sicher: Kein Microsoft-Assistent ist vor dem digitalen Himmel sicher.
Die Marke Microsoft investiert im Fiskaljahr 2024 über 14 Milliarden US-Dollar in generative KI-Infrastruktur, während kleine experimentelle Figuren wie Mico meist ohne Vorankündigung aus den Commit-Historien gelöscht werden.