Aktuelle Verkaufszahlen im Check
Die PS5 erreichte bis zum 30. Juni 2026 eine Gesamtzahl von 95,3 Millionen verkauften Einheiten. Im Quartal von April bis Juni wurden 1,6 Millionen Konsolen abgesetzt, was einer Steigerung von 0,1 Millionen gegenüber dem vorherigen Quartal entspricht.
Dieser Wert liegt jedoch 36 % unter dem Ergebnis des Vergleichszeitraums im Jahr 2025. Der Markt zeigt eine Sättigung, da die Hardware nun das fünfte Jahr auf dem Markt ist.
Vergleich mit der PS4
Die PS4 erreichte zum gleichen Zeitpunkt ihres Lebenszyklus 100,2 Millionen verkaufte Einheiten. Damals stützte Sony den Absatz durch aggressive Preisnachlässe und attraktive Bundles.
- Die PS5 unterliegt aktuell einer anderen Preispolitik, da die Herstellungskosten für Halbleiter und Speicherkomponenten weniger stark fielen als bei der Vorgängergeneration.
- Engpässe bei der Beschaffung von RAM-Modulen und Prozessor-Chips führten in der Vergangenheit zu offiziellen Preiserhöhungen in mehreren Regionen.
- Die Hardware-Umsätze sanken im Vorjahresvergleich um 10 %, was die Abhängigkeit von Software-Margen erhöht.
Die PS4 startete 2013 für 399 Euro, während die PS5 den Preisdruck durch die Inflation und gestiegene Logistikkosten weitergab. Im Vergleich dazu verkaufte sich die Nintendo Switch, die 2017 erschien, über einen längeren Zeitraum hinweg konstant, ohne dass der Preis massiv sank.
Software und Nutzerzahlen
Die monatlich aktiven Nutzer (MAU) stiegen auf 125 Millionen Personen an, ein Zuwachs von 2 Millionen im Vergleich zum Vorquartal. Die Software-Verkäufe stiegen von 65,9 Millionen auf 66,1 Millionen Einheiten leicht an.
- Digitale Verkäufe erreichen einen Anteil von 82 %, verglichen mit 78 % im Vorjahr.
- Der Umsatz der Spielesparte bleibt stabil, während der Gewinn um 37 % zunahm.
Dieser Anstieg der Nutzerbasis korreliert mit der Erweiterung der Service-Plattformen. Sony profitiert hier von der Strategie, Exklusivtitel wie God of War Ragnarök (entwickelt von Santa Monica Studio) oder Horizon Forbidden West (Guerrilla Games) mit einer zeitlichen Verzögerung auf den PC zu bringen. Diese Titel stammen aus etablierten Franchises, die bereits auf der PS2 und PS3 hohe Verkaufszahlen generierten.
Hintergründe zur Profitabilität
Das Gewinnplus von 37 % basiert auf steuerlichen Effekten und vorteilhaften Währungseffekten. Sony sicherte sich bereits die nötigen Speicherkontingente für die Produktion in der zweiten Jahreshälfte.
Die Ankündigung von Grand Theft Auto VI durch Rockstar Games beeinflusst die Erwartungshaltung der Anleger für das Weihnachtsgeschäft 2026 maßgeblich. Rockstar Games veröffentlichte den Vorgänger GTA V ursprünglich 2013, welcher über drei Konsolengenerationen hinweg über 200 Millionen Mal verkauft wurde.
Die Entscheidung, die physische Produktion von PS5-Datenträgern sukzessive zu reduzieren, trifft bei einem Teil der Sammler auf Widerstand. Marktanalysten sehen darin den Versuch, die Logistikkosten für den Vertrieb von physischen Medien zu eliminieren. Während Sony die Umstellung auf das PSN-Modell vorantreibt, halten Konkurrenten wie Nintendo bei der Switch und dem Nachfolger weiterhin an Modul-Versionen fest. Die Gewinnmarge bei digitalen Käufen über den PlayStation Store liegt für Sony deutlich höher, da der Zwischenhandel und die Produktionskosten für Blu-ray-Discs entfallen.