Der Preissturz bei Sony
Die Days of Play Aktion von Sony hat den Markt für VR-Hardware in Bewegung versetzt. Der PSVR 2 ist derzeit in vielen Regionen bei großen Händlern vergriffen.
Sony reagiert mit diesen Rabatten auf den schleppenden Absatz der Hardware nach dem Launch im Februar 2023. Ursprünglich kostete das System 599 Euro, was viele potenzielle Käufer abschreckte.
Die aktuelle Strategie zielt darauf ab, die installierte Basis der PlayStation 5 schneller als bisher für Virtual Reality zu gewinnen. Geringere Hardware-Preise erhöhen die Attraktivität für Software-Entwickler, die nun auf eine größere Nutzerzahl hoffen.
Meta Quest 3S unter Druck
Das Meta Quest 3S galt bisher als erste Wahl für Einsteiger. Aktuell jedoch steigen die Preise für Meta-Hardware leicht an.
Die Konkurrenz durch Sony macht sich bemerkbar:
- Preisbewusste Käufer wählen bei vergleichbaren Kosten lieber die PlayStation-Hardware.
- Die exklusive Anbindung an die PS5 schreckt viele Nutzer nicht mehr ab.
- Die Verfügbarkeit sinkt schneller als bei anderen VR-Modellen.
Meta verfolgt mit der Quest-Serie eine andere Philosophie als Sony. Während Sony auf die Rechenpower der Konsole setzt, verbaut Meta bei der Quest 3S einen Snapdragon XR2 Gen 2 Chipsatz. Dieser ermöglicht eigenständiges Spielen ohne Kabel oder externe Zuspieler.
Der Erfolg von Meta basierte bisher auf dem günstigen Einstiegspreis der Quest 2, die über 20 Millionen Mal verkauft wurde. Mit der Quest 3S versucht das Unternehmen, den Preispunkt von 329 Euro als Standard im Massenmarkt zu halten.
Hardware im Vergleich
Der Kampf um das Budget-Segment wird über den Preis geführt. Meta verliert die Vormachtstellung, da die aktuelle Strategie von Sony die Käufer überzeugt.
Die technischen Unterschiede bleiben bestehen:
- Das PSVR 2 nutzt OLED-Displays für hohe Kontraste.
- Die Meta Quest 3S bietet durch die kabellose Freiheit ein anderes Nutzungserlebnis.
- Viele Käufer bevorzugen aktuell das hochwertige Display-Erlebnis des Sony-Systems.
Das PSVR 2-Display bietet eine Auflösung von 2000 x 2040 Pixeln pro Auge und unterstützt HDR. Im direkten Vergleich nutzt das Meta Quest 3S günstigere Fresnel-Linsen und LCD-Panels, was die Bildschärfe und den Schwarzwert limitiert.
Die PlayStation VR-Reihe startete 2016 mit dem ersten Modell für die PS4. Über 5 Millionen Einheiten der ersten Generation wurden verkauft, was Sony zum Marktführer im Bereich der Konsolen-VR machte.
Studio-Historie und Software-Ökosystem
Sony verantwortet die Hardware-Entwicklung intern, während Studios wie Guerrilla Games oder Firesprite die Inhalte liefern. Firesprite, ein britisches Studio, wurde 2021 von Sony übernommen.
Die bisherigen Projekte dieser Studios zeigen den Fokus auf Exklusivtitel:
- Horizon Call of the Mountain dient als grafisches Aushängeschild für das PSVR 2.
- Gran Turismo 7 erhielt ein kostenloses VR-Update, das die gesamte Kampagne spielbar macht.
- Resident Evil Village von Capcom zeigt durch die volle Unterstützung die technische Leistungsfähigkeit des Headsets.
Im Vergleich dazu setzt Meta stark auf das Horizon OS, welches Drittanbietern als Plattform dient. Entwickler wie Beat Games, die 2019 von Meta gekauft wurden, halten das Ökosystem mit Titeln wie Beat Saber am Laufen.
Aktuelle Marktlage
Die Händler melden leere Regale für das PSVR 2. Interessierte Kunden suchen derzeit vergeblich nach Restposten zum reduzierten Aktionspreis.
Die Situation zeigt deutlich:
- Rabatte sind das stärkste Werkzeug im VR-Markt.
- Die Marke PlayStation zieht auch bei VR-Brillen das große Publikum an.
- Meta muss auf diese Marktdynamik reagieren, um die Marktanteile bei preisorientierten Spielern zu halten.
Datenerhebungen von Portalen wie SteamSpy oder IDC deuten darauf hin, dass die Hardware-Verkäufe im VR-Sektor seit 2023 stagnieren. Sony hat kürzlich die Unterstützung für PC-Anwendungen via Adapter für das PSVR 2 angekündigt. Diese Strategie soll die Abhängigkeit von der PS5 verringern und die Hardware für PC-Spieler öffnen.
Der Gebrauchtmarkt verzeichnet seit Beginn der Days of Play eine Preisstabilität, da die Neugeräte bei den großen Elektronikketten nicht lieferbar sind. Die Hardware-Produktion für das PSVR 2 wurde laut Branchenberichten im Frühjahr 2024 gedrosselt, um die Lagerbestände zu korrigieren.