Resident Evil Requiem: Erfüllt das Mehrprotagonisten-Versprechen, das ich immer von Silent Hill erwartet habe
Resident Evil Requiem überzeugt mit seinem Mehrprotagonisten-Konzept, das Silent Hill nie richtig umgesetzt hat – kombiniert mit intensiver Atmosphäre.
Ein neues Licht in der Horror-Saga
Seit Jahren wünsche ich mir ein Horrorspiel, das Mehrprotagonisten nicht nur als Plot-Tool nutzt, sondern als lebendiges Erzählwerkzeug. Silent Hill hat es versucht – aber nie so konsequent wie Resident Evil Requiem.
Mehrprotagonisten – endlich richtig umgesetzt
In den meisten Horror-Spielen mit mehreren Protagonisten bleiben die Charaktere getrennt. Requiem ändert das grundlegend:
- Zwei spielbare Charaktere – eine ehemalige Ärztin und ein ehemaliger Polizist
- Beide sind in einer zerstörten Stadt verwundet und allein
- Ihre Geschichten entfalten sich langsam und rätselhaft
- Sie teilen eine verborgene Vergangenheit, die sich nach und nach enthüllt
Das Ergebnis: Spannung, die nicht an einen einzelnen Menschen gebunden ist, sondern an eine Welt, die untergeht.
Blut, Fleisch und verheerende Atmosphäre
Das Zitat “The fear of blood tends to create fear for the flesh” passt hier perfekt. Bei Requiem ist Blut nicht nur rot – es ist ein Symbol für Verlust.
- Die Grafik setzt auf düstere, verwaschene Farben
- Das Verwundungssystem macht jede Verletzung spürbar
- Jede Spritze, jeder Verband fühlt sich wie eine persönliche Bedrohung an
Fazit: Ein Must-Play für Horror-Fans
Resident Evil Requiem kombiniert die traditionelle Spannung der RE-Serie mit der experimentellen Herangehensweise von Silent Hill – ohne an Qualität zu verlieren. Für alle, die Horror nicht nur spielen, sondern erleben wollen: Requiem ist ein Muss.
Wertung: 9/10
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