ROG Equalizer im Test: Overkill für die GPU oder nur Marketing?
Hardware-Experte Der8auer untersucht das neue ROG Equalizer Kabel und stellt fest, dass die Ergebnisse nicht so eindeutig wie erwartet ausfallen.
Der Testaufbau von Der8auer
Der Hardware-Experte Roman „Der8auer“ Hartung hat sich das neue ROG Equalizer Kabel zur Brust genommen. ASUS bewirbt das Kabel als stabilisierende Lösung für moderne Grafikkarten mit 12VHPWR-Anschluss.
Das Hauptversprechen des Herstellers umfasst folgende Punkte:
- Reduzierung der elektrischen Störgeräusche (Coil Whine).
- Bessere Signalqualität für die Stromversorgung.
- Schutz vor Überhitzung durch optimierte Kontakte.
Was das ROG Equalizer Kabel leisten soll
Das Kabel wirkt auf den ersten Blick wie ein massives Stück Technik. Die Konstruktion ist deutlich dicker als herkömmliche Lösungen, die bei einer NVIDIA GeForce RTX 4090 beiliegen.
Die technischen Ziele der ASUS-Ingenieure:
- Eine stabilere Spannungsversorgung unter Volllast.
- Minimierung von Spannungsschwankungen (Ripple).
- Ein physisch steiferes Design, um den Biegeradius zu begrenzen.
Die ernüchternden Ergebnisse
In den Messreihen von Der8auer zeigen sich keine massiven Verbesserungen gegenüber einem Standard-Kabel. Die Unterschiede in den Oszilloskop-Messungen bewegen sich oft innerhalb der Toleranzgrenze.
Die Beobachtungen im Detail:
- Die gemessenen Spannungsschwankungen verringern sich kaum.
- Das berüchtigte Spulenfiepen bleibt bei den getesteten Karten fast identisch vorhanden.
- Die Temperaturwerte am Stecker zeigen keine signifikanten Abweichungen zu anderen hochwertigen Kabeln.
Fazit zur Hardware-Neuerung
Das ROG Equalizer Kabel ist eine optisch aufwendige Lösung für Enthusiasten. Wer auf eine spürbare Leistungssteigerung oder eine komplette Stille bei der Grafikkarte hofft, wird enttäuscht.
Der8auer stellt fest:
- Das Kabel bietet eine gute Verarbeitungsqualität.
- Ein technischer Vorteil für den normalen Betrieb bleibt aus.
- Die Investition lohnt sich primär für Nutzer, die eine optisch einheitliche ASUS-Ästhetik in ihrem Gehäuse bevorzugen.
Der Preis für das Zubehör steht in keinem direkten Verhältnis zum gemessenen Mehrwert.
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