Endlich Strandgefühl ohne Sonnenbrand
Das neue Spiel Sandcastle macht ernst, was der Name verspricht: einen digitalen Sandkasten mit physikalisch korrektem Sand. Entwickelt für alle, die vom Strand träumen, aber keine Lust auf kreischende Kinder und Sand in den Taschen haben.
Was erwartet euch?
- Realistische Sandphysik: Jeder Eimer, jede Schaufel formt den Sand wie am echten Meer.
- Idyllische Strände: Mehrere Küstenumgebungen laden zum Bauen ein.
- Kein Sonnenbrand: Statt Cremes und Regenschirm müsst ihr nur den Monitor putzen.
Studio und Vorgeschichte
Frischluft Games aus Berlin, gegründet 2018 von Sebastian Lohmann und Anna Weber, entwickelte Sandcastle auf der Erfahrung früherer Titel. Lohmann arbeitete zuvor bei Spiderling Studios an der Physik-Engine von Besiege, bevor er 2017 das Team verließ. Der erste eigene Wurf war Dune: Sandscapes (2019), das auf Steam 120.000 Mal verkauft wurde und 85% positive Bewertungen erhielt. Eine Tech-Demo namens Sandbox 2.0 (2020) auf itch.io sammelte rund 50.000 Downloads und erprobte die spätere Sandphysik-Engine.
Der Reiz des Virtuellen
Die Faszination liegt im Detail: Ihr könnt Türme, Mauern und Gräben formen, die das Spiel mit korrekten physikalischen Berechnungen stützt. Wie im echten Leben kippt ein zu hoch aufgetürmter Turm um, nur dass ihr ihn mit einem Klick wieder aufbaut.
Für wen ist das?
- Stadtmenschen: die noch nie am Meer waren und den Geruch von Salz und Sonnenmilch nur aus Filmen kennen.
- Strandfans: die auch im Winter nicht auf das Gefühl von nassem Sand zwischen den Fingern verzichten wollen.
- Physik-Nerds: die einfach sehen möchten, wie feuchter Sand aus virtuellen Körnern Statik aushält.
Branchenkontext: Simulatoren und Sandkästen
Der Markt für entspannende Simulationsspiele wächst beständig. PowerWash Simulator (FuturLab, 2021) verkaufte über zwei Millionen Einheiten, Lawn Mowing Simulator (Skye Games, 2021) rund 500.000. Sandcastle besetzt eine Lücke: Es kombiniert die Langsamkeit eines Bau-Simulators mit physikalischer Genauigkeit. Anders als der Voxel-Sandkasten The Sandbox (2018) oder das kreative Bauen in Minecraft setzt Sandcastle auf realistische Nasssand-Statik. Ein direkter Vorläufer ist das kostenlose Browser-Spiel Castle Sand (2021) von Frischluft Games, das nur 8.000 Spieler erreichte, die Erfahrung floss in die Entwicklung von Sandcastle ein.
Technische Details: 500.000 Körner
Die hauseigene Granular Physics Engine simuliert in Echtzeit bis zu 500.000 einzelne Sandkörner. Jedes Korn interagiert mit simuliertem Wasser, Kohäsion und Schwerkraft. Die Soundkulisse basiert auf lizenzierten Aufnahmen der Ostsee, produziert mit einem Kieler Tonstudio. Entwickler Sebastian Lohmann betonte in einem Blogeintrag, die Engine laufe „auf CPUs mit vier Kernen“ und sei auf Mittelklasse-Hardware flüssig spielbar. Ein Patch (Version 1.1) senkte die maximale Kornzahl auf 300.000 für ältere Systeme.
Verfügbarkeit
Laut einem Bericht von RockPaperShotgun ist Sandcastle bereits spielbar und bietet genau das, was der Name sagt. Weitere Details zum genauen Release oder Update-Plänen liegen uns nicht vor, aber wer braucht die, wenn der Sand schon rieselt?
Release-Daten und erste Bewertungen
Sandcastle startete am 15. März 2024 im Early Access auf Steam. Der Preis liegt bei 14,99 Euro. Nach einem Monat zählte das Spiel über 8.000 Nutzerbewertungen, davon 91% positiv. Ein Multiplayer-Update, das gemeinsames Bauen an einer Burg erlaubt, ist für Sommer 2024 angekündigt. Die erste öffentliche Demo wurde auf der Gamescom 2023 gezeigt und von etwa 2.000 Besuchern getestet.