Eine neue Form der Simulation
SEED ist ab heute im Early Access für PC-Systeme verfügbar. Das Spiel verbindet soziale Simulationen wie The Sims mit der strategischen Komplexität von Rimworld in einer persistenten Online-Umgebung.
Das Entwicklerstudio Klang Games mit Sitz in Berlin zeichnet für den Titel verantwortlich. Das Unternehmen wurde 2013 von Mundi Vondi, Oddur Magnússon und Ívar Emilsson gegründet. Zuvor erlangte das Team durch das mobile Action-Spiel Reverie Bekanntheit.
SEED stellt das erste große Projekt des Studios dar, das über den Mobile-Markt hinausgeht. Die Entwicklung umfasst eine fünfjährige Phase, in der das Konzept mehrfach angepasst wurde.
Gemeinschaftliche Gesellschaftsgestaltung
In SEED agieren Spieler nicht als isolierte Akteure. Die Mechanik erzwingt Kooperation, um funktionale Siedlungen auf dem Planeten Avesta zu erhalten.
- Aufbau von Infrastruktur durch arbeitsteilige Prozesse.
- Persistente Welt, die auch bei Abwesenheit der Spieler weiterläuft.
- Fokus auf soziale Interdependenz statt bloßem individuellen Fortschritt.
Die technische Basis bildet die SpatialOS-Technologie von Improbable. Diese erlaubt es, große Mengen an Entitäten gleichzeitig in einer persistenten Welt zu berechnen. Im Gegensatz zu klassischen MMOs wie World of Warcraft liegt der Fokus nicht auf Kampf, sondern auf dem Betrieb einer Ökonomie.
Was euch in SEED erwartet
Die Spielwelt reagiert auf die Entscheidungen der Bewohner. Jedes Handeln beeinflusst den Status der Siedlung und die Ressourcenverfügbarkeit.
- Langfristige Planung von Ressourcen und Energienetzen.
- Simulation individueller Bedürfnisse in einem sozialen Netzwerk.
- Spieler-getriebene Wirtschaft und soziale Hierarchien.
Vergleichbare Ansätze finden sich in Titeln wie EVE Online, bei dem die Community die Wirtschaft und politische Machtverhältnisse steuert. SEED unterscheidet sich jedoch durch die Simulation individueller Charaktere, die auch dann Bedürfnisse haben, wenn der Spieler offline ist.
Die Finanzierung des Projekts erfolgte unter anderem durch Investitionen von LEGO Ventures, Novator Partners und AngelHub. Insgesamt sammelte das Berliner Studio bisher über 40 Millionen Euro für die Entwicklung ein.
Branchenkontext und technische Einordnung
Die Kombination aus Simulation und MMO ist in der Spielebranche selten. Viele Versuche in diesem Genre scheiterten an der Komplexität der Server-Synchronisation oder mangelnder Spielerbindung.
- Rimworld (Ludeon Studios) dient als Referenz für die Management-Systeme.
- The Sims (Maxis) liefert den Rahmen für die Charakterbedürfnisse.
- A Tale in the Desert gilt als historischer Vorläufer für soziale MMOs ohne Kampffokus.
Der Erfolg hängt von der Stabilität der Spielerschaft ab, da das System auf die Interaktion der User angewiesen ist. Eine leere Welt würde die grundlegenden Spielmechaniken außer Kraft setzen.
Die Server von SEED sind ab sofort für Unterstützer zugänglich. Der Titel lässt sich über die Webseite des Entwicklers beziehen. Die weitere Entwicklung orientiert sich an einem Roadmap-Modell, das monatliche Updates für das soziale Gefüge vorsieht.