Vom Flop zum Triumph?
Solo: A Star Wars Story spielte 2018 bei einem Budget von 275 Millionen Dollar nur 393 Millionen ein, ein Verlust für Disney. Star Wars: Episode IX, Der Aufstieg Skywalkers brachte 2019 zwar 1,077 Milliarden, aber die Kritiken waren gemischt, die Fans zerstritten. Seitdem gibt es keinen Kinofilm mehr aus der Galaxie.
Nun berichtet PCGames von anonymer Begeisterung aus Hollywood: Der neue Film sei „wirklich, wirklich brillant“. Wer das gesagt hat, bleibt unklar. Die Quelle spricht von einem „Comeback“ nach dem „gnadenlosen Scheitern“ der letzten Kinostarts.
Lucasfilm, 1971 von George Lucas gegründet und 2012 für 4,05 Milliarden Dollar von Disney übernommen, hat nach dem Solo-Flop die Kinoaktivitäten heruntergefahren. Stattdessen setzte das Studio auf Streaming: The Mandalorian (2019), Andor (2022) und Ahsoka (2023) liefen auf Disney+ und holten sich gute Kritiken. Kinofilme gab es keine.
Was steckt hinter den Jubelrufen?
Konkrete Details zu Regisseur, Besetzung oder Handlung fehlen. Die anonymen Hollywoodgrößen aus dem PCGames-Bericht bleiben namenlos. Ähnliche Vorschusslorbeeren gab es 2015 für Star Wars: The Force Awakens, der Film wurde ein finanzieller Erfolg (2,068 Milliarden), aber die Euphorie hielt nicht über die Trilogie hinweg.
- Rogue One: A Star Wars Story (2016) ist der letzte unbestrittene Kritiker- und Fanerfolg: 1,056 Milliarden bei 200 Millionen Budget, positive Resonanz.
- Der neue Film soll laut Branchengerüchten entweder James Mangolds Projekt („Dawn of the Jedi“), Taika Waititis Film oder die Rey-Fortsetzung mit Daisy Ridley sein. Offizielle Bestätigungen von Lucasfilm gibt es nicht.
- Die Euphorie erinnert an die Ankündigung von Episode VII im Jahr 2013, damals schwärmten Involvierte von der Rückkehr zur alten Magie. Das Ergebnis spaltete die Fans dennoch.
Grund zur Skepsis?
Die messbare Wahrheit zeigt: Solo und Episode IX haben die Kinokassen nicht zufriedengestellt. Solo kam nur auf eine Bewertung von 70 % bei Rotten Tomatoes (Zuschauerwertung 64 %). Die Sequel-Trilogie verlor von Film zu Film an Zuspruch: The Force Awakens erreichte 7,9 auf IMDb, The Last Jedi 7,0, Episode IX 6,5.
- Kann der neue Film diese Lücke schließen? Die letzten Kinostarts von Disney basierten auf etablierten Figuren, Solo ohne Harrison Ford hatte einen schweren Stand.
- Die anonymen Lobeshymnen sind kein Ersatz für einen fertigen Film. Bei Solo gab es vorab ebenfalls positive Test-Screening-Berichte, die später relativiert wurden.
- Vergleiche mit anderen Franchise-Comebacks wie Top Gun: Maverick (2022, 1,496 Milliarden) zeigen: Ein gelungener Neustart braucht eine starke emotionale Bindung zum Original. Star Wars hat diese Bindung durch die Prequels und Sequels teilweise verloren.
Lucasfilm hat seit 2019 keine Kinofilme mehr veröffentlicht, eine Pause von vier Jahren. Die Disney+-Serien hielten die Marke präsent, aber die Messlatte für einen Kinostart liegt hoch: Das letzte reine Star-Wars-Kinoerlebnis ohne Streaming-Bezug war Episode IX.
Vorfreude auf den neuen Stern
Die Gerüchteküche brodelt, aber offizielle Bestätigungen von Lucasfilm gibt es noch kaum. Die Lobeshymnen aus Hollywood sind ein starkes Signal, aber kein Freifahrtschein. Der Druck auf das Projekt ist enorm: Ein weiterer Flop könnte das Kino-Segment des Franchises nachhaltig beschädigen.
Die ersten Stimmen klingen verheißungsvoll. Allerdings fehlen konkrete Namen, Handlungsdetails oder ein Releasedatum. Derzeit ist nur bekannt, dass Disney drei Star-Wars-Kinofilme für die Jahre 2025 und 2026 angekündigt hat, ohne offiziellen Titel.