Frischer Wind für das Schlachtfeld
Die Entwicklerstudios 3D Realms, Knights Peak und Slipgate Ironworks integrieren die Veti als dritte spielbare Armee in den Multiplayer-Beta-Client von Tempest Rising. Das Projekt versteht sich als direkte Hommage an das klassische Westwood-Design der neunziger Jahre.
Die Zusammenarbeit dieser Akteure bündelt langjährige Erfahrung im Genre: 3D Realms fungiert als Publisher und Ideengeber, während Slipgate Ironworks mit Titeln wie Ghostrunner und diversen Remaster-Projekten für Ion Fury technische Expertise in der Unreal Engine 4 bewies. Knights Peak bildet als neuer Publishing-Arm den operativen Rahmen für dieses RTS-Projekt.
Was die Veti auszeichnet
Die Veti ergänzen die bisherigen Fraktionen GDF (Global Defense Forces) und Tempest Dynasty. Während die GDF stark an die konventionelle Militärdoktrin der GDI aus Command & Conquer: Tiberian Sun erinnern, setzen die Veti auf asymmetrische Kriegsführung.
- Die Fraktion nutzt Technologien für kurzzeitige Tarnung und offensive Mobilität.
- Gebäude lassen sich durch spezielle Upgrades schneller in der Umgebung verteilen.
- Die taktische Ausrichtung zielt auf schnelle Nadelstiche statt auf massive Frontalangriffe.
Hintergrund zur Studio-Historie
Slipgate Ironworks aus Dänemark hat sich in den letzten Jahren auf die Modernisierung klassischer Formate spezialisiert. Nach der Arbeit an Graven und der Unterstützung bei Bombshell – dem gescheiterten Versuch eines Duke Nukem-Spin-offs – konzentriert sich das Team nun auf die Rückkehr zum klassischen Basisbau. Die Zusammenarbeit mit 3D Realms schließt den Kreis zur Ära von Duke Nukem 3D und Shadow Warrior.
Für die Fans der Serie ist Tempest Rising eine neue Marke, die jedoch die Lücke füllen soll, die durch das Ende von Electronic Arts' Command & Conquer-Reihe nach C&C 4: Tiberian Twilight entstand. Die Entwicklung startete offiziell im Jahr 2021 mit dem Ziel, die Spielmechaniken von Red Alert 2 in ein zeitgemäßes technisches Gewand zu hüllen.
Zugang zur Beta
Interessierte Nutzer laden den Client über die offizielle Store-Seite auf Steam herunter. Die Entwickler nutzen Metriken aus den laufenden Gefechten, um die Schadenswerte der Veti-Einheiten anzupassen.
- Die aktuelle Beta-Version enthält keinen Zugriff auf die Kampagne.
- Feedback wird primär über den offiziellen Discord-Server und die Steam-Community-Foren verarbeitet.
- Die Serverkapazitäten unterliegen regelmäßigen Wartungszyklen, um die Stabilität bei Lastspitzen zu gewährleisten.
Branchenkontext und Einordnung
Tempest Rising bewegt sich in einem kompetitiven Umfeld mit Titeln wie Stormgate von Frost Giant Studios und D.O.R.F., die ebenfalls versuchen, das RTS-Genre zu revitalisieren. Im Vergleich zu Stormgate, das auf eine stilisierte Grafik setzt, wählt Tempest Rising einen realistischen, düsteren Look. Dieser Stil orientiert sich eng an der Ästhetik von Tiberian Sun.
Die Branche beobachtet das Projekt genau, da die Nachfrage nach klassischem Echtzeitstrategie-Gameplay seit Jahren durch Fan-Projekte wie OpenRA oder C&C Remastered Collection stabil bleibt. Der kommerzielle Erfolg wird davon abhängen, ob das Balancing zwischen den drei Fraktionen die Tiefe erreicht, die Spieler von modernen RTS-Titeln wie StarCraft II gewohnt sind.
Gameplay-Eindruck
Das Kern-Gameplay basiert auf dem Sammeln von Tempest, einer mysteriösen Ressource, die auf den Karten verteilt ist. Die Veti unterscheiden sich in der Gewinnung dieser Ressource durch spezialisierte Erntemaschinen, die sich in feindlichem Gebiet effizienter bewegen.
- Der Basisbau folgt dem klassischen Raster-System.
- Einheiten verfügen über sekundäre Fähigkeiten, die manuell ausgelöst werden müssen.
- Die Bewegungsgeschwindigkeit der Veti-Infanterie übertrifft die der anderen Fraktionen, was sie anfällig für Flächenschaden macht.
Die technischen Anforderungen für die Beta liegen bei einer NVIDIA GeForce RTX 2060 oder vergleichbarer Hardware, um eine konstante Bildrate bei hohen Einheitenaufkommen zu gewährleisten. Die Entwickler haben noch keinen finalen Veröffentlichungstermin für die Vollversion kommuniziert.