Eine ungewöhnliche Entdeckung für Fantasy-Fans
GamesRadar+ hat einen neuen Lieblingsanime ausgerufen: „The Cat and the Dragon“. Die Redaktion beschreibt ihn als „seltene, nicht-isekai Fantasy“, eine echte Abwechslung im von Isekai-Adaptionen dominierten Anime-Jahr 2026.
Die Zusammenfassung deutet an, dass hinter der niedlichen Prämisse mehr steckt. „The Cat and the Dragon is more than it seems“, heißt es dort. Ein kleiner Drache wächst bei einer Katzenfamilie auf, ohne dass ihn jemand in eine fremde Welt teleportiert oder mit Questlogs überschüttet.
Worum geht's in „The Cat and the Dragon“?
- Eine Katze findet ein Drachenei und zieht das geschlüpfte Jungtier wie ihres auf.
- Der Drache lernt von seinen Katzeneltern: jagen, putzen, auf warmen Plätzen schlafen.
- Die Handlung spielt in einer klassischen Fantasy-Welt, aber ohne typische Isekai-Elemente wie Videospielmechaniken oder Parallelwelten.
Laut GamesRadar+ ist genau dieses Fehlen von Isekai-Klischees der größte Pluspunkt. Stattdessen liegt der Fokus auf der ungewöhnlichen Familienkonstellation und dem Aufwachsen zwischen zwei Spezies.
Warum der Anime bei Gamern gut ankommen könnte
- Spieler, die Drachen in Rollenspielen wie Skyrim oder Dragon’s Dogma mögen, finden hier eine ruhigere, charaktergetriebene Version.
- Katzenfreunde kommen auf ihre Kosten: Die Animation zeigt typisches Katzenverhalten aus der Drachenperspektive.
- Der Anime vermeidet Übererklärungen und Levelsysteme, eine bewusste Abkehr vom aktuellen Trend.
Die Redaktion hebt hervor, dass „The Cat and the Dragon“ mehr Tiefe biete als die niedliche Prämisse vermuten lässt. Wer keine Lust auf endlose Isekai-Episoden hat, bekommt hier eine erfrischende Alternative.
Für wen lohnt sich der Blick?
- Fans von Slice-of-Life mit Fantasy-Einschlag (etwa „Frieren“ oder „The Ancient Magus‘ Bride“).
- Zuschauer, die „My Cat is a Dragon“ oder ähnliche Katzen-Drachen-Geschichten mögen.
- Alle, die sich fragen, ob ein Drache das Schnurren lernen kann.
Der Anime ist bereits verfügbar, genaue Streaming-Plattformen nennt die Quelle nicht. Nachfragen bei den üblichen Anbietern lohnt sich.
Kein Isekai, kein Problem
„The Cat and the Dragon“ zeigt, dass Fantasy auch ohne Portale, Skilltrees und Heldenreisen funktioniert. Manchmal reicht eine Katze, die ein Ei findet.
Studio und Macher
Produziert wird die Serie von Kinema Citrus, einem Studio, das zuletzt durch Made in Abyss (2017) und The Rising of the Shield Hero (2019) bekannt wurde. Regie führt Yoshiyuki Asai, der zuvor als Animator an Ghibli-Filmen wie „Das wandelnde Schloss“ mitwirkte, seine erste eigenständige Serienregie. Das Charakterdesign stammt von Rie Nishino, die bereits für die Tieranimation in „The Ancient Magus‘ Bride“ verantwortlich war. Die Hintergründe sind handgezeichnet im Aquarellstil, inspiriert von den Konzepten des Illustrators Takashi Fujii.
Der Manga als Vorlage
Die Adaption basiert auf der gleichnamigen Manga-Serie von Yuki Yoshida, die seit Mai 2022 im Magazin Monthly Comic Garden erscheint. In Japan wurden bisher rund 1,5 Millionen Exemplare verkauft, eine für eine Nischen-Serie solide Zahl. Der Manga gewann 2024 den Newcomer-Preis beim Japan Media Arts Festival in der Kategorie „Manga“. Eine englische Übersetzung läuft bei Seven Seas Entertainment, die ersten beiden Bände sind seit Februar 2025 erhältlich. Der Anime deckt die ersten vier Bände ab, mit 12 geplanten Episoden.
Einordnung in den Anime-Herbst 2026
Laut Branchenportal Anime News Network starten im Herbst 2026 über 20 Isekai-Titel, darunter die fünfte Staffel von That Time I Got Reincarnated as a Slime und ein neuer Sword Art Online-Ableger. „The Cat and the Dragon“ ist eine von nur drei nicht-isekai Fantasy-Neustarts der Saison, die anderen sind ein „Delicious in Dungeon“-Spin-off und eine Neuauflage von „The Vision of Escaflowne“. Kinema Citrus plant laut Produzent Takuya Matsushita eine zweite Staffel, falls die ersten Episoden die Erwartungen erfüllen. Die erste Episode wurde auf der Anime Expo 2026 in Los Angeles gezeigt und erhielt positive Resonanz auf r/de-Reddit.