Ein Blick zurück auf die Anfänge
Chris Pratt spielte in Zero Dark Thirty kein großes Highlight, sondern eines der SEAL-Teammitglieder, die in der Schlussszene das Anwesen von Osama bin Laden in Abbottabad stürmen. Gedreht wurde dieser Teil 2011 in Jordanien und in Chandigarh, Indien, wo das Filmteam ein originalgetreues Modell des Anwesens nachbaute. In den USA kam der Film am 19. Dezember 2012 in die Kinos, der deutsche Start folgte am 21. Februar 2013. Pratts Rolle umfasst kaum mehr als ein paar Minuten Leinwandzeit, aber sie sitzt genau an dem Punkt, an dem der Film von der endlosen Recherche zur militärischen Aktion wechselt.
Wer hinter der Kamera stand
Regie führte Kathryn Bigelow, die 2010 für The Hurt Locker als erste Frau den Oscar für die beste Regie erhalten hatte. Ihr Koautor Mark Boal schrieb bereits bei The Hurt Locker das Drehbuch; für Zero Dark Thirty interviewten beide über zwei Jahre lang CIA-Offizielle und Pentagon-Mitarbeiter. Produziert wurde der Film von Annapurna Pictures, der Firma von Megan Ellison, die zuvor unter anderem The Master (2012) von Paul Thomas Anderson finanziert hatte. Für den Vertrieb war Columbia Pictures verantwortlich, ein Studio der Sony-Gruppe, das 2012 mit Skyfall und Men in Black 3 bereits zwei erfolgreiche Franchise-Filme im Kino hatte.
Warum sich ein Blick auf den Film lohnt
Der Film ist derzeit für Nutzer weltweit auf Netflix verfügbar. Er bietet eine intensive Darstellung, die damals viele Kritiker und Fans überraschte.
- Der Film umfasst eine Laufzeit von 157 Minuten.
- Er markiert einen frühen Wendepunkt in der Karriere von Chris Pratt.
- Die Produktion fokussiert sich auf eine realistische und ernste Erzählweise.
Mit einem Budget von 40 Millionen Dollar spielte Zero Dark Thirty weltweit rund 132 Millionen Dollar ein, davon etwa 95 Millionen in den USA. Die Academy nominierte den Film in fünf Kategorien, darunter Bester Film und Beste Hauptdarstellerin für Jessica Chastain. Gewonnen hat der Streifen keinen dieser Oscars, bei den British Academy Film Awards erhielt Mark Boal dagegen den Preis für das beste Originaldrehbuch. Offiziell bestätigt wurde später, dass die Produktion Zugang zu CIA-Analysten erhielt, die an der echten Suche nach bin Laden beteiligt waren. Das führte zu einer öffentlichen Kontroverse über die Darstellung von Waterboarding, die die CIA selbst als falsch bezeichnete.
Die Wandlung eines Darstellers
Vor dieser Rolle war Chris Pratt durch die Sitcom Parks and Recreation sowie Nebenrollen in Moneyball (2011) bekannt. Der Wechsel in das Genre des Action-Thrillers war für das Publikum eine deutliche Überraschung. Die Performance in Zero Dark Thirty legte den Grundstein für seine spätere Karriere in großen Filmreihen. Der Streifen ist heute ein wichtiges Dokument seiner schauspielerischen Entwicklung vor dem großen Ruhm.
Pratt durchlief für die Rolle ein militärisches Training mit dem ehemaligen Navy-SEAL-Angehörigen Harry Humphries, das er später in Interviews als prägend beschrieb. Direkt danach kam das Vorsprechen für Guardians of the Galaxy, das 2014 startete. Dazwischen lagen noch die Komödie Delivery Man (2013) und die Synchronsprecher-Rolle im The Lego Movie (2014). Ohne die körperliche Vorbereitung auf den SEAL-Status in Zero Dark Thirty hätte er die Rolle des Peter Quill vermutlich nicht so überzeugend ausgefüllt.
Einordnung ins Genre
Zero Dark Thirty ist kein klassischer Actionfilm, sondern eine dokumentarisch erzählte Spurensuche. Jessica Chastain trägt als CIA-Analystin Maya fast jeden Dialog selbst, und die meiste Spannung entsteht aus Telefonaten, Befragungen und Überwachungsprotokollen. Zeitlich und thematisch grenzt der Film sich von Act of Valor (2012) ab, das echte Navy SEALs als Darsteller einsetzte, und von Michael Bays 13 Hours (2016), das die Ereignisse in Bengasi zum lauten Rachethriller auflud. Gemeinsam mit Argo (2012) bildete Zero Dark Thirty damals eine Welle von Filmen, die reale US-Geheimoperationen aus den Jahren zuvor aufarbeiteten. Während Ben Afflecks Film den Oscar für den besten Film gewann, blieb Bigelow in der Kategorie Regie unberücksichtigt.
Verfügbarkeit auf der Plattform
Wer die Wurzeln des Action-Stars erkunden will, kann dies direkt tun. Der Film steht seit heute, dem 5. August 2026, für Abonnenten von Netflix bereit.
- Genre: Action-Thriller
- Plattform: Netflix
- Status: Ab sofort im Katalog verfügbar
Die Laufzeit von über zweieinhalb Stunden erfordert eine gewisse Geduld, bietet aber ein detailliertes Porträt einer hochspannenden Mission. Es ist eine Gelegenheit, den Schauspieler in einer seiner frühen, ernsten Rollen zu sehen.