Dein eigener Wasserpark, ohne Warteschlangen
Wasserparks sind seltsam: In Großbritannien ist man mit dem Zug schneller am Strand, als durch eine Rutsche zu rutschen. Und die Vorstellung, in einer Röhre stecken zu bleiben, hat so manchen Urlaub verhindert. Aquapark Tycoon umgeht dieses Problem, du baust den Park einfach selbst, ohne jemals Badesachen anziehen zu müssen.
Seit heute ist das Simulationsspiel auf Steam im Early Access verfügbar. Die Idee: Statt Besucher zu sein, übernimmst du die Rolle des Bauleiters. Du planst Rutschen, Becken und Wege, optimierst den Besucherfluss und hältst die Kasse am Laufen.
Entwickler und Vorgeschichte
Aquapark Tycoon stammt vom deutschen Studio Koi Interactive aus Hamburg. Das siebenköpfige Team veröffentlichte zuvor zwei Tycoon-Titel: Port Tycoon (2019) verkaufte auf Steam rund 80.000 Einheiten, Airport Tycoon (2021) erreichte 45.000 Käufer. Beide Spiele starteten im Early Access und erhielten über ein Jahr lang Updates. Für den Wasserpark-Titel investierte Koi Interactive rund zwei Jahre Entwicklungszeit. Ein erster Prototyp wurde 2022 auf der Gamescom hinter geschlossenen Türen gezeigt.
Was dich im Baukasten erwartet
- Kreative Freiheit: Wähle aus verschiedenen Rutschen-Typen und kombiniere sie zu verrückten Bahnen. Ob steil, langsam oder mit Looping, deine Entscheidung.
- Wirtschaftssimulation: Wie in jedem guten Tycoon musst du Geld verdienen. Ticketpreise, Personal und Attraktionen balancieren, damit die Kasse stimmt.
- Entwicklung im Early Access: Der Entwickler wird während der Early-Access-Phase neue Inhalte nachliefern. Genauere Details zum Update-Plan gibt es noch nicht, aber der Grundbaukasten soll solide sein.
Branchenkontext und Marktumfeld
Wasserpark-Simulationen sind in der Spieleindustrie eine Seltenheit. Der bekannteste Vorgänger ist Water Park Tycoon (2001) von Global Software, der heute nur noch als Abandonware läuft. Mobile Titel wie Aqua Park (2017) von Ilyon Games bedienten das Genre, blieben aber oberflächlich. Aquapark Tycoon tritt gegen etablierte Parkbau-Spiele wie Parkitect (2016) oder Planet Coaster (2016) an, setzt jedoch auf ein spezifisches Setting. Der Early-Access-Preis beträgt 19,99 Euro. Die Steam-Seite verzeichnete vor dem Launch über 10.000 Wunschlisteinträge.
Ein Nischen-Feeling, das alte Tycoon-Fans lockt
Aquapark Tycoon erinnert an die goldene Ära der Aufbauspiele: knallbunte Grafik, simpler Einstieg, aber genug Tiefe für Stunden. Wer mit Rollercoaster Tycoon oder Theme Park aufgewachsen ist, wird sich sofort heimisch fühlen. Statt Achterbahnen gibt es jetzt eben Wasserrutschen, der Kern bleibt gleich.
Ob das Spiel die Komplexität der Klassiker erreicht, wird sich zeigen. Der Start im Early Access ist aber ein klares Signal: Hier darf die Community mitreden. Wer schon immer einen Park mit der höchsten, längsten oder absurdesten Rutsche bauen wollte, bekommt heute die Chance dazu.
Technische Basis und geplante Features
Das Spiel läuft auf der Unreal Engine 4 und bietet eine physikbasierte Simulation von Wassergeschwindigkeit und Besucherverhalten. Der Entwickler verspricht modulare Rutschen-Bauteile, die sich zu komplexen Schienensystemen verbinden lassen. Geplant sind über 15 Rutschentypen, 20 Dekorationselemente und ein Sandbox-Modus ohne Budgetgrenze. Ein Multiplayer-Modus ist für 2025 angekündigt, aber noch nicht im Early Access enthalten. Der Steam-Workshop-Support soll benutzerdefinierte Inhalte ermöglichen, ein Feature, das Port Tycoon erst nach einem Jahr erhielt.