Der große Twist in Lanterns
Die Videospielszene diskutiert aktuell heftig über die Ereignisse in Lanterns. Ein unerwarteter Moment stellt die bisherigen Regeln des bekannten Franchise komplett auf den Kopf.
- Unerwartete Wendung schockiert die Community
- Mutiger Ansatz für eine oft schwierige Reihe
- Kritiker und Fans streiten über die Ausführung
Entwickelt wird der Titel von Stormborn Studios, einem Team aus Stockholm, das sich bisher durch lineare Action-Adventures einen Namen machte. Ihr letztes Projekt, der 2021 erschienene Shooter Vanguard: Zero, verkaufte sich weltweit rund 1,2 Millionen Mal, litt jedoch unter starker repetitiver Spielmechanik. Mit Lanterns wechselt das Studio nun komplett das Genre und wagt den Schritt zu einem narrativen Rollenspiel mit Survival-Elementen. Das Franchise selbst existiert bereits seit 2004 und umfasst mittlerweile sechs Hauptableger, deren letzte Einträge laut Metacritic-Wertungen von Teil zu Teil schwächelten.
Warum die Änderung funktioniert
Viele Spieler halten das Franchise für ausgelutscht. Dieser frische Ansatz zeigt jedoch, dass auch alte Marken noch überraschen können.
- Alte Mechaniken erhalten eine neue Bedeutung
- Das Risiko zahlt sich für die Atmosphäre aus
- Keine Scheu vor radikalen Brüchen mit der Tradition
Der Kern dieses Bruchs liegt in der Entmachtung des langjährigen Protagonisten bereits nach drei Spielstunden, was in der Branche selten so konsequent durchgezogen wird. Vergleichbare Schritte unternahm zuletzt Square Enix bei Final Fantasy XVI, allerdings mit deutlich linearerer Ausrichtung als die offene Welt von Lanterns. Die Produktionskosten des Spiels belaufen sich laut Branchenkreisen auf etwa 45 Millionen Euro, finanziert zu gleichen Teilen vom Publisher Aethel Games und unabhängigen Investoren.
Die Verteidigung der Entscheidung
Einige Stimmen kritisieren den Kurswechsel als zu extrem. Die Verteidiger des Twists betonen jedoch die kreative Notwendigkeit solcher Schritte.
- Spieler müssen sich auf völlig neue Bedingungen einstellen
- Die Story gewinnt an bisher unbekannter Tiefe
- Frische Impulse retten das Franchise vor dem Stillstand
Creative Director Marcus Vance erklärte in einem Interview mit dem Magazin Edge, dass die Marke ohne diesen radikalen Schnitt nach dem kommerziellen Flop von Lanterns IV: Eclipse im Jahr 2018 komplett eingestellt worden wäre. Die Steam-Gleichzeitigen-Spielerzahlen erreichten am vergangenen Wochenende einen Peak von 142.000 Nutzern. Bereits am kommenden Dienstag erscheint der erste Hotfix, der laut Entwicklerfeedback einige Balancing-Probleme im finalen Kapitel adressieren soll.