Batman im Baustein-Korsett: Eine technische Bruchlandung
Lego Batman: Legacy of the Dark Knight scheitert trotz charmanter Lizenz an einer desolaten technischen Umsetzung und repetitiven Spielmechaniken.
Der erste Eindruck
Lego Batman: Legacy of the Dark Knight präsentiert sich optisch wie ein klassischer Vertreter der Serie. Die detailverliebten Umgebungen aus Plastikbausteinen wirken auf den ersten Blick vertraut.
Doch schon nach wenigen Minuten offenbart sich die Fassade. Die Steuerung fühlt sich in den Kampfsequenzen schwammig und unpräzise an.
Schwächen im Design
Das Kampfsystem setzt auf einfache Tastenkombinationen, die jedoch an der fehlenden Trefferrückmeldung scheitern. Batman schlägt oft in die Luft, während Gegner telepathisch um den Helden herumtanzen.
Die Rätsel sind repetitiv und lassen jede kreative Note vermissen. Oft verbringt der Spieler zu viel Zeit damit, Kisten zu verschieben, anstatt echtes Detektiv-Gespür zu zeigen.
Technische Katastrophe
Auf dem PC kämpft das Spiel mit massiven Framerate-Einbrüchen, die selbst auf High-End-Hardware auftreten. Die Optimierung wirkt lieblos und unfertig.
Zusätzlich sorgen Skriptfehler in den Missionen dafür, dass Tore nicht öffnen oder Gegner nicht spawnen. Ein Neustart des gesamten Levels ist dann die einzige Lösung.
Atmosphäre und Sound
Die musikalische Untermalung orientiert sich an der bekannten Batman-Ästhetik. Das Orchesterstück bei der Verfolgung von Two-Face erinnert an die Filme von Tim Burton.
Die Synchronisation ist der einzige Lichtblick in diesem Gesamtpaket. Die Sprecher geben sich Mühe, den flachen Dialogen eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Letzte Beobachtungen
Die Entwickler haben es versäumt, die grundlegenden Funktionen auf den Konsolen zu testen. Ein Spiel, das in diesem Zustand auf den Markt gelangt, ignoriert die Erwartungen der Käufer.
Wer nach einem unterhaltsamen Batman-Abenteuer sucht, sollte zu anderen Titeln greifen. Die verbleibende Spielzeit nach dem ersten Kapitel besteht fast nur noch aus Fehlerbehebungen eigener Spielstände.
+ PRO
- +Das Batmobil-Bausystem erlaubt individuelle Modifikationen der Panzerung
- +Vertonte Dialoge mit den Originalsprechern aus den Animationsserien
- +Der dynamische Tag-Nacht-Zyklus verändert die Routen der Patrouillengruppen
- +Rätsel-Elemente nutzen die spezifischen Fähigkeiten der Bat-Gadgets sinnvoll aus
- +Sammlerobjekte in Form von goldenen Steinen bieten nach der Kampagne Beschäftigung
- CONTRA
- -Charaktermodelle bleiben bei Sprungsequenzen regelmäßig in der Geometrie der Umgebung hängen
- -Die Bildrate fällt in Gotham City auf der PlayStation 5 unter 20 Bilder pro Sekunde
- -Menüstrukturen für das Inventar reagieren mit einer Verzögerung von zwei Sekunden auf Eingaben
- -Abstürze zum Desktop treten bei jedem Bosskampf gegen den Joker auf
FAZIT
Ein frustrierendes Lizenzprodukt, das durch gravierende technische Mängel den Spielspaß komplett erstickt.
VERWANDTE ARTIKEL
15 Spiele, die nach dem ersten Start sofort wieder von der Festplatte flogen
Wir werfen einen Blick auf Titel, die bei vielen Spielern nach wenigen Minuten für Frust sorgten und direkt wieder deinstalliert wurden.
Überlebens-Guide für Luna Abyss: So bezwingst du den Abgrund
Ein kompakter Leitfaden für Einsteiger, um in der lebensfeindlichen Alien-Struktur von Luna Abyss zu bestehen.
Letzte Chance für den Millennium Falken: Lego-Klassiker vor dem Aus
Fans von Lego Star Wars sollten jetzt bei Amazon zugreifen, bevor dieses spezielle Set endgültig aus den Regalen verschwindet.
GTA 6: Rockstar plant angeblich exklusives Anspiel-Event statt Review-Kopien
Rockstar Games könnte bei Grand Theft Auto 6 auf den klassischen Versand von Vorab-Versionen verzichten und stattdessen auf ein kontrolliertes Test-Event setzen.