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Crimson Moon im Test: Dunkle Retro-Reise mit Kanten
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Crimson Moon im Test: Dunkle Retro-Reise mit Kanten

Das Indie-Rollenspiel Crimson Moon verbindet klassische isometrische Dungeon-Crawler-Mechaniken mit einer kompromisslosen Fantasy-Atmosphäre für PC und Konsolen.

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Tommes Parzl
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SPIEL Crimson Moon
ENTWICKLER ProbablyMonsters
PUBLISHER ProbablyMonsters
RELEASE 1. September 2026
PLATTFORMEN: Xbox | PC | PS5

Der Einstieg in die Schattenwelt

Die isometrische Perspektive von Crimson Moon erinnert sofort an die Blütezeit der Neunziger-Jahre-Rollenspiele. Entwickler ohne Millionen-Budget zeigen hier, dass Pixel-Art auf PC, Xbox und PS5 noch immer funktioniert. Der Spieler startet in einer verlassenen Garnison, die von Untoten belagert wird.

  • Direkte Steuerung ohne künstliche Eingabeverzögerung
  • Verzicht auf langsame Tutorial-Sequenzen zu Beginn
  • Sofortige Konfrontation mit ersten Taktik-Entscheidungen

Mechanik und Charakterentwicklung

Das Kernstück bildet das rundenbasierte Kampfsystem mit Aktionspunkten. Wer seine Krieger unüberlegt nach vorne zieht, scheitert bereits an den ersten Gegnergruppen. Die Talentbäume bieten echte Wahlfreiheit bei der Spezialisierung der Helden.

  • Sechs Klassen mit jeweils drei Ausrichtungen stehen zur Auswahl
  • Magie verbraucht statt Mana die Lebenspunkte des Zauberers
  • Rüstungsklassen beeinflussen direkt die Bewegungsreichweite

Technische Umsetzung und Design

Auf dem PC läuft das Indie-Projekt flüssig und benötigt kaum Rechenleistung. Konsolen-Umsetzungen auf PS5 und Xbox profitieren von schnellen Ladezeiten beim Betreten neuer Dungeons. Die Benutzeroberfläche bleibt jedoch auf kleineren Bildschirmen unübersichtlich.

  • Handgezeichnete Hintergründe mit hohem Detailgrad
  • Atmosphärische Beleuchtung durch dynamische Lichtquellen
  • Fehlende Skalierungsoptionen für HUD-Elemente im Couch-Modus

Umfang und Spielverlauf

Die Kampagne erstreckt sich über rund vierzig Stunden. Ab Spielstunde zwanzig wiederholen sich jedoch manche Dungeon-Layouts deutlich. Das Sammeln von Beute motiviert dennoch bis zum finalen Bosskampf.

7.9
/10
GUT

+ PRO

  • +Das Klassensystem mit sechs verzweigten Talentbäumen erlaubt spürbare Charakter-Spezialisierungen
  • +Handgezeichnete 2D-Pixel-Art-Grafik erzeugt eine düstere Stimmung abseits gängiger Trends
  • +Der rundenbasierte Taktik-Kampf verlangt in den Bosskämpfen präzise Positionierung auf dem Raster
  • +Soundtrack mit analogen Synthesizern erinnert direkt an Klassiker der neunziger Jahre
  • +Faire Preiskonstruktion ohne Mikrotransaktionen oder versteckte Shop-Inhalte

- CONTRA

  • -Das Missionsdesign wiederholt in den mittleren Spielabschnitten bekannte Hol-und-Bring-Muster
  • -Die Textgrößen in den Menüs überfordern auf Konsolen ohne Anpassungsoptionen
  • -Der Einstieg erklärt komplexe Statuswerte nur spärlich und setzt Genre-Wissen voraus
  • -Schnellreise-Punkte liegen oft zu weit von den eigentlichen Zielorten entfernt

FAZIT

Ein ehrliches Retro-Abenteuer mit spürbaren Längen im Missionsdesign, das vor allem traditionsbewusste Rollenspiel-Fans anspricht.

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