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Gridhammer: Ein taktischer Rohdiamant mit vielen Kratzern
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Gridhammer: Ein taktischer Rohdiamant mit vielen Kratzern

Ein rundenbasiertes Hexagon-Strategiespiel, das mit netten Ideen startet, aber an Bugs und fehlender Ausstattung erstickt.

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Dennis Adam
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SPIEL Gridhammer
ENTWICKLER Pixel Forge Entertainment, LLC.
PUBLISHER Pixel Forge Entertainment, LLC.
RELEASE 7. Juli 2026
PLATTFORMEN: PC | macOS | Linux

Erster Eindruck

Gridhammer begrüßt den Spieler mit einem pixeligen Hauptmenü, dessen Schriftart an Windows 95 erinnert. Die Optionen beschränken sich auf „Neues Spiel“ und „Beenden“, eine Einstellungsmöglichkeit für Audio oder Grafik fehlt komplett.

Die erste Mission startet auf einer 10x10-Hexagonkarte. Drei Einheiten stehen bereit: ein Schildträger, ein Bogenschütze und ein Schwertkämpfer. Die Anleitung wird als eine einzige Textbox eingeblendet, scrollen unmöglich, nach 5 Sekunden verschwindet sie.

Spielmechanik

Das Kampfsystem basiert auf einem Stein-Schere-Papier-Prinzip. Schildträger schlagen Schwertkämpfer, Schwertkämpfer besiegen Assassinen, Assassinen umgehen Schildträger. Jede Einheit hat eine Aktion pro Runde, entweder Bewegung (maximal 4 Felder) oder Angriff.

Einheiten können auf Waldfeldern +1 Verteidigung erhalten, auf Hügeln +1 Reichweite, im Sumpf -1 Bewegung. Diese Boni sind fair, aber die KI nutzt sie nie. Sie läuft immer frontal auf den Feind zu, ohne Deckung zu suchen.

Präsentation

Die Grafik besteht aus einfarbigen Hexagonen mit groben Sprite-Overlays. Einheiten erkennen Sie an winzigen Icons, in der Standardansicht sind sie kaum zu unterscheiden. Ein Zoom-Fehlte, das Rad vergrößert nur das UI.

Der Soundtrack ist das Highlight: Der Track „Hex March“ wiederholt sich zwar, aber die Melodie bleibt im Ohr. Soundeffekte klingen wie aus einem 8-Bit-Synthesizer, treffsicher, aber nach 20 Minuten ermüdend.

Langzeitmotivation

Die Kampagne bietet 12 Missionen, aber ab Mission 6 wiederholen sich die Ziele. Eine Eskortmission gleicht der vorherigen bis auf die Kartenanordnung. Die Schwierigkeit steigt nicht durch klügere KI, sondern durch mehr Gegner, bis zu 20 Einheiten auf einer 12x12-Karte, was die Runden ewig dehnt.

Der lokale Mehrspieler ist der einzige Lichtblick. Man kann gegen einen Freund antreten, beide wählen aus 5 Einheitenklassen. Die Balance ist hier besser: Keine KI-Bugs, nur Spielerfehler. Leider fehlt ein Online-Modus komplett.

Fazit

Gridhammer ist ein Indie-Projekt, das seine guten taktischen Grundlagen nicht ausreifen konnte. Die Kampagne leidet unter stumpfer KI und fehlender Speicherfunktion, die Technik unter Bugs. Für 5 Euro (aktueller Steam-Preis) ist es eine Stunde kurzweilig, danach bleibt nur Frust. Entwickler brauchen hier einen Patch-Zyklus, nicht ein fertiges Spiel.

3.5
/10
MAESSIG

+ PRO

  • +Hexagonales Raster mit drei Geländetypen (Wald, Hügel, Sumpf) verändert Reichweite und Deckung
  • +Einheitenklassen wie Schildträger (blockt 3 Treffer) und Assassine (Doppelschlag alle 2 Runden)
  • +Kampagne mit 12 Missionen unterschiedlicher Ziele (Eroberung, Eskorte, Verteidigung)
  • +Lokaler Hotseat-Mehrspieler für 2 Spieler ohne Online-Zwang
  • +Soundtrack mit 8 Tracks, darunter ein Ohrwurm im Menü („Hex March“)

- CONTRA

  • -KI-Gegner wiederholen stets dieselbe Eröffnung (Springer-Vorstoß), kein Lerneffekt nach Mission 3
  • -Pathfinding schickt Einheiten in Sackgassen und ignoriert kürzeste Route auch auf geraden Feldern
  • -Kein Quick-Save, nur Checkpoints alle 2 Missionen, Verlust von 30 Minuten Spielzeit möglich
  • -Grafik verpixelt selbst auf 1080p, UI-Elemente überlappen sich bei Auflösungen über 1920x1080

FAZIT

Wer taktische Grundideen mag, kann hier kurze Unterhaltung finden, aber der unfertige Zustand rechtfertigt den niedrigen Preis nicht.

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