EndeNews Logo EndeNews
Hot Wheels Infinite Rush, Arcade-Tempo für die Kaffeepause
Reviews

Hot Wheels Infinite Rush, Arcade-Tempo für die Kaffeepause

Ein flotter Arcade-Racer mit kurzen Rennen, Drift-Boosts und Dutzenden Hot-Wheels-Modellen, der nach einigen Stunden seine Streckenideen wiederholt.

D
Dennis Adam
TEILEN: Twitter Reddit
SPIEL Hot Wheels Infinite Rush
ENTWICKLER Milestone S.r.l.
PUBLISHER Milestone S.r.l.
RELEASE 10. September 2026
PLATTFORMEN: Xbox | Switch | PC | PS5

Erste Runden

Hot Wheels Infinite Rush setzt auf kurze Rennen, die selten länger als drei Minuten dauern. Die Strecken bestehen aus Loopings, Steilkurven und Sprungrampen, wie man sie von der Spielzeugmarke kennt.

Der Einstieg gelingt ohne Tutorial-Lawine. Gas, Bremse, Drift, Boost: mehr Tasten braucht es nicht, um in Bewegung zu kommen.

Das Spiel erklärt seine Systeme über die ersten Rennen. Wer schon einmal einen Arcade-Racer gespielt hat, findet sich sofort zurecht.

Fahren und Driften

Das Driften lädt den Boost auf. Wer die Ideallinie sauber hält, zündet früher und gewinnt die entscheidenden Meter.

Das belohnt Übung und bestraft hektisches Gegenlenken. In engen Kurven entscheidet die Linie, nicht die Höchstgeschwindigkeit.

Die Fahrphysik bleibt arcadig, mit viel Grip und schnellen Richtungswechseln. Wer Simulationen sucht, ist hier falsch.

Loops und Wandpassagen brechen das Tempo nicht. Sie fügen sich in den Fluss ein, statt als Störung zu wirken.

Strecken und Modi

  • Zeitfahren gegen die Uhr
  • Rennen gegen sieben KI-Gegner
  • Eliminierungsmodus, bei dem der Letzte ausscheidet
  • Sammelmodi, in denen Ringe oder Punkte zählen
  • Trainingsläufe ohne Gegner zum Streckenstudium

Nach einigen Stunden wiederholen sich die Kurvenkombinationen. Die Strecken wechseln ihr Thema, nicht aber ihre Logik.

Das ist für kurze Sessions kein Problem. Für lange Abende fehlt die Abwechslung.

Fahrzeuge und Fortschritt

Dutzende Hot-Wheels-Modelle lassen sich freischalten. Upgrades verbessern Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und Handling.

Die Unterschiede sind spürbar: Ein schwerer Muscle Car schiebt anders durch Kurven als ein leichter Sportwagen. Das verändert die Fahrweise, nicht nur die Zahlen.

Der Fortschritt hängt an Rennen und an Ressourcen. Wer schnell alle Fahrzeuge will, fährt dieselben Events mehrfach.

Präsentation und Ton

Die Menüs sind klar, die Anzeigen lesbar, die Strecken bunt. Ein visuelles Ausrufezeichen setzt das Spiel nicht.

Die Musik ist zweckmäßig, aber nicht im Ohr. Nach zwei Stunden kennt man die drei Hooks.

Die Fahrzeugmodelle sind liebevoll gestaltet. Lack und Felgen lassen sich anpassen, was für Sammler ein echter Anreiz ist.

Spielumfang und Zielgruppe

Für Fans der Marke ist der Einstieg niedrigschwellig. Für Gelegenheitsspieler, die eine Runde zwischendurch suchen, passt der Umfang.

Klassische Arcade-Racer boten mehr Strecken und mehr Geheimnisse. Infinite Rush bleibt bewusst schlanker.

Wer eine Kampagne mit Fortschrittsbogen erwartet, wird enttäuscht. Wer einfach Rennen fahren will, bekommt genau das.

Wo es hakt

Die KI fährt in Gruppen und korrigiert Fehler schnell. Das hält Rennen eng, nimmt aber den Druck, eigene Fehler auszunutzen.

Der Grind für Upgrades bremst den Spaß. Nach dem zehnten gleichen Event fühlt sich der Fortschritt wie Arbeit an.

Das Streckendesign wiederholt sich nach einigen Stunden. Neue Themen ändern die Farben, nicht die Herausforderung.

Einige Modi fühlen sich wie Variationen desselben Rennens an. Der Unterschied liegt in der Anzeige, nicht im Fahrgefühl.

Letzte Beobachtung

Wer nach zehn Stunden alle Strecken gesehen hat, findet kaum noch Neues. Das Spiel lebt von der ersten Runde, nicht von der hundertsten.

7
/10
GUT

+ PRO

  • +Drift-Mechanik lädt Boost auf und belohnt saubere Ideallinien
  • +Dutzende Hot-Wheels-Modelle mit spürbaren Fahrunterschieden
  • +Loopings und Steilkurven fügen sich flüssig in den Rennfluss ein
  • +Kurze Rennlängen von zwei bis drei Minuten passen zu mobilen Sessions
  • +Offline-Rennen ohne Online-Zwang erlauben Sessions ohne Wartezeit

- CONTRA

  • -Streckendesign wiederholt nach wenigen Stunden dieselben Kurvenkombinationen
  • -KI-Gegner fahren in Gruppen und verzeihen kaum eigene Fehler
  • -Upgrade-Fortschritt verlangt wiederholtes Fahren derselben Events
  • -Einige Spielmodi variieren nur die Anzeige, nicht das Fahrgefühl

FAZIT

Ein zugänglicher Arcade-Racer für kurze Runden, dem nach zehn Stunden die Streckenideen ausgehen.

VERWANDTE ARTIKEL